Pfarrer wegen Drogenhandels zu über 2 Jahren Haft verurteilt

polizei Urteil wurde heute gefällt

Das Landgericht Chemnitz wird am heutigen Montag das Urteil gegen einen Chemnitzer Pfarrer fällen. Dem 49-Jährigen wird der Besitz und Handel von Drogen in elf Fällen vorgeworfen.

Im Prozessauftakt letzte Woche gestand der Pfarrer die Anschuldigungen. Der 49-Jährige soll einem kurdischen Flüchtling rund 12.000 Euro geliehen haben, damit er seine Familie nach Deutschland holen könne. Weil der Mann das Geld jedoch nicht zurückzahlen konnte, habe der Pfarrer ihm beim Drogenschmuggel geholfen und ihn bei seinen Handelswegen chauffiert. Dabei wurden große Mengen Marihuana, die Rede ist von mindestens elf Kilo, von Leipzig nach Chemnitz transportiert und gedealt. Später habe der 49-Jährige dann selbst mit Drogen gehandelt.

Die St. Pauli-Kreuz-Kirchgemeinde hat den Pfarrer aufgrund der Ermittlungen seit Juni 2017 beurlaubt.

Update

Der Angeklagte wurde wegen unerlaubtem Handeltreiben, Herstellen, Abgeben oder Besitz von BtM in nicht geringer Menge zu 2 Jahren und 6 Monaten Gefängnis verurteilt.