Riesenbärenklau, Japanischen Knötericharten und Co. bekämpfen

Natur Umweltamt bittet Bürger um Mithilfe

Das Umweltamt bittet auch dieses Jahr die Bürger um Mithilfe bei der Bekämpfung bestimmter Pflanzen, wie dem Riesenbärenklau, den Japanischen Knötericharten und dem Drüsigen Springkraut.

Besonders gefährlich für spielende Kinder

Der Riesenbärenklau nehme unter den invasiven Pflanzenarten eine Sonderstellung ein, da er nicht nur zu Verdrängungseffekten in der Natur führt, sondern durch seinen Pflanzensaft auch die menschliche Gesundheit gefährdet. Er stammt ursprünglich aus dem Kaukasus, wurde nach heutiger Kenntnis 1817 nach England eingeführt und hat sich seitdem über fast ganz Europa ausgebreitet. Die weißlichen Blütendolden enthalten mehrere zehntausend Samen, die nach Reifung ausfallen und durch Wasser, Wind und Bodenbewegungen verbreitet werden. Der Pflanzensaft des Riesenbärenklaus enthält Furanocumarine, die in Verbindung mit Sonneneinstrahlung zu schweren Hautverbrennungen führen können. Hiervon sind besonders spielende Kinder betroffen.

Funde sollen gemeldet werden

Aufmerksame Bürger sind nun aufgerufen, ihre Beobachtungen von Riesenbärenklauvorkommen über die Behördenrufnummer 115 zu melden. Der jeweilige Flurstückseigentümer erhält dann vom Umweltamt die Aufforderung, den Riesenbärenklau in einer angemessenen Frist fachgerecht zu beseitigen.

Dazu sind Blüten- und Samenstände über einen Neophytencontainer auf dem Wertstoffhof Weißer Weg zu entsorgen. Für Standortmeldungen mit genauen Angaben zu Ort und Anzahl kann die Untere Naturschutzbehörde per Telefon 0371-488 36 02 sowie der verantwortliche Mitarbeiter für Biotopschutz/Naturschutzdienst, auch für fachliche Fragen zur Beseitigung, direkt unter 0371-4883644 kontaktiert werden.