Rückblick: 1994 - der CFC in München

Fußball Thomas Laudeley hielt dem Club als aktiver Fußballer die Treue - jetzt arbeitet er beim Stadtsportbund Chemnitz

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Thomas Laudeley (Mi.) spielte in seiner gesamten Laufbahn für den FC Karl-Marx-Stadt und den Chemnitzer FC. Foto: Harry Härtel/Archiv

Die Paarung Chemnitzer FC gegen die Profis des FC Bayern München hat es in der Pflichtspiel-Historie beider Mannschaften noch nicht gegeben. Dennoch kreuzten sich die Wege der Sachsen und Bayern im DFB-Pokal schon einmal. Im September 1994 gastierten die Himmelblauen bei den Münchner Amateuren, gespielt wurde im Stadion an der Grünwalder Straße.

Allerdings gab es für den CFC an der Isar kein Happy-End. Denn nach einem 2:2 nach Verlängerung unterlag die Elf, die damals vom mittlerweile verstorbenen Reinhard Häfner trainiert wurde, im Elfmeterschießen. Im Chemnitzer Aufgebot standen damals unter anderem auch Olaf Renn (derzeitiger Physiotherapeut des CFC),Teamleiter Torsten Bittermann sowie Sven Köhler und Ulf Mehlhorn.

Laudeley spielte gegen Zickler

In der Abwehr stand auch CFC-Urgestein Thomas Laudeley, der sich an diese Partie noch erinnern kann. "Ich musste gegen Alexander Zickler spielen. Er war schnell, doch ich hatte ihn im Griff", sagt Laudeley, der seine gesamte leistungssportliche Laufbahn beim FC Karl-Marx-Stadt und später beim Chemnitzer FC absolvierte.

Sixten Veit hatte Chemnitz zunächst in Führung gebracht, nach dem Ausgleich durch Roman Grill sorgte Silvio Meißner für die erneute Gäste-Führung. Doch postwendend fiel durch Dietmar Hamann das 2:2. Im fälligen Elfmeterschießen brachten bei Chemnitz Andrej Panadic und Lutz Wienhold ihre Bälle jeweils nicht unter. Laudeley traf, konnte dadurch aber das Ausscheiden des CFC auch nicht verhindern, da Tobias Hager, Matthias Zimmermann, Samuel Kuffour und Roman Grill für München trafen.

"Sollen das Spiel am Samstag genießen"

"Am Samstag sollen die Jungs das Spiel gegen die Bayern genießen, sich dabei aber keinen Illusionen hingeben", sagt Laudeley, der sein Trikot im Jahr 2001 an den Nagel hängte. Für die Zukunft wünsche er dem Team alles Gute, zumal er die Arbeit von Sportvorstand Steffen Ziffert sehr schätzt.

Laudeley bildete sich nach Beendigung seiner Fußballkarriere zum Sport- und Fitnesskaufmann weiter und arbeitet seit 2006 beim Stadtsportbund Chemnitz. "Dort organisiere ich verschiedene Veranstaltungen, die nicht immer etwas mit Fußball zu tun haben. Auf jeden Fall macht mir die Arbeit sehr viel Spaß", sagt Thomas Laudeley, der einst noch gemeinsam mit der Club-Ikone Jürgen Bähringer auflief.