So dreist gingen Betrüger mit Senioren um

Kriminalität Polizei warnt vor Geldforderungen

so-dreist-gingen-betrueger-mit-senioren-um
Foto: LuckyBusiness/Getty Images/iStockphoto

Am Mittwoch wurden zahlreiche Senioren im Chemnitzer Stadtgebiet Opfer von Betrügern.

Opfer solle Kaution für "Sohn" zahlen

Ein 81-Jähriger erhielt am Morgen einen Anruf mit unterdrückter Nummer. Der Anrufer teilte mit, dass der Sohn des Mannes einen Unfall gehabt habe und er nun für den im Krankenhaus Liegenden eine Kaution in Höhe von 42.000 Euro zahlen müsse.

Da der Angerufene gar keinen Sohn hat, legte er sofort auf und erstattete Anzeige bei der Polizei.

Eine 84-Jährige wurden ebenfalls Opfer eines Telefonbetrügers, der sich als ihr Enkel ausgab und behauptete, er bräuchte 30.000 Euro für den Kauf eines Autos.

Auch sie beendete den Anruf und erstattete Anzeige.

Angeblicher Handwerker lässt Wertsachen mitgehen

Im Ortsteil Altendorf waren Betrüger persönlich vor Ort. Ein Mann in Arbeitskleidung sprach eine 86-Jährige vor ihrem Wohnhaus an und sagte ihr, es hätte einen Wasserrohrbruch gegeben. Daraufhin ließ die Seniorin den Mann nicht nur ins Haus, sondern auch in ihre Wohnung - denn das Wasser trete angeblich in ihrer Wohnung aus.

Als er den Kühlschrank vor die Tür schob, um angeblich ein Leck dahinter zu orten, versperrte der Betrüger der 86-Jährigen somit den Weg aus der Küche. Vermutlich war in dieer Zeit ein weiterer Täter in der Wohnung, um Schmuck sowie Uhren zu stehlen.

Denn als der unbekannte "Arbeiter" den Kühlschrank wieder zurück geschoben und die Wohnung verlassen hatte, bemerkte die Seniorin, dass in ihrem Wohnzimmer Schränke offen standen und Wertsachen daraus fehlten.

Der Unbekannte soll zirka 180 Zentimeter groß sein und eine kräftige Gestalt haben, sowie dunkle, lockige Haare, einen leichten Oberlippenbart und einen Dreitagebart. Bekleidet war er mit einer schwarzen Jacke und einer dunklen Hose.

Er sprach deutsch mit osteuropäischem Dialekt und hatte ein gepflegtes Erscheinungsbild.

Die Polizei warnt vor den Betrügern. Am Telefon sollte auf keine Geldforderungen eingegangen, sowie Rücksprache mit Verwandten oder Bekannten gehalten werden. Bei angeblichen Handwerkern lieber bei der Hausverwaltung nachfragen.