So ein Theater im ASB-Wohnzentrum

Jubiläum Einrichtung feierte am Freitag ihr 20-jähriges Bestehen mit Theaterstück

Selbstbestimmtes Wohnen und Leben trotz schwerster körperlicher Behinderung - das ASB-Wohnzentrum auf der Rembrandstraße ist eine von vier vollstationären Einrichtungen in Sachsen, in denen dies möglich ist. In dieser Woche feierte die Einrichtung ihr 20-jähriges Bestehen. Im idyllischen Hof vor dem ASB-Wohnzentrum, in dem 32 Frauen und Männer wohnen und 40 Mitarbeiter sowie acht Ehrenamtliche für die Rundumversorgung der Bewohner sorgen, steht eine Gedenkstelle. "Sie ist René Krönert, der an einer fortschreitenden Muskelerkrankung litt, gewidmet. Er hat sich 1991 als damals 16-jähriger Schüler der Körperbehindertenschule gemeinsam mit Gleichgesinnten für dieses alternative Wohnen eingesetzt. 1999, also acht Jahre später wurde das Wohnzentrum eröffnet", erzählt Mica Kempe, Leiterin der Kunstwerkstatt.

Das Leben im Wohnzentrum ist aktiv und kreativ

Mittlerweile leben Bewohner der ersten Stunde, aber auch viele junge Menschen in komfortablen Zimmern unter einem Dach. Auch einige barrierefreie Wohnungen gibt es in dem Haus. In den letzten 20 Jahren haben sich traditionelle Höhepunkte, wie der jährliche Sponsorenlauf, Rollitouren im In- und Ausland und der Weihnachtsmark etabliert. Für Spaß und Förderung des Selbstwertgefühls sorgen das Maskentheater, das Sinne-Projekt, die Keramik-Werkstatt und viele Auftritte wie zum Beispiel das Traumkonzert in der Stadthalle. Im Rahmen des Festaktes trat auch die Theatergruppe auf, die eindrucksvoll zeigt, dass das Leben im Wohnzentrum überaus aktiv und kreativ ist. "Wir haben mit vielen weiteren Einrichtungen am barrierefreien Theaterprojekt des CAMO e.V. teilgenommen und das Leben des Marco Polo nachgespielt", berichtet Mica Kempe. Und auch der Leiter des CAMO-Förderkreises Pier Giorgio Furlan war mit seinen Kollegen im opulenten sizilianischen Outfit zur Feier erschienen und begrüßte die vielen Gäste, darunter auch die Behindertenbeauftragte Petra Liebetrau.