TU Chemnitz: Leichtbau-Forschung soll weitergehen

Förderung Neuer Antrag für das Merge-Projekt gestellt

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Rektor Gerd Strohmeier (l.) und MERGE-Koordinator Lothar Kroll im Gespräch vor einer hydraulischen Presse, mit der im Bundesexzellenzcluster MERGE Bauteile aus endlosfaserverstärktem Kunststoff hergestellt werden können. Foto: TU Chemnitz/Jan Woitas

An der TU Chemnitz läuft bereits das deutschlandweit erste und einzige Bundesexzellenzcluster auf dem Gebiet der Leichtbauforschung. Im Zeitraum vom 1. November 2012 bis zum 31. Oktober 2017 wurde dieses mit 34 Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Bis zum 31. Dezember 2018 in Höhe wird es eine Überbrückungsfinanzierung von etwa 6,5 Millionen Euro geben. Außerdem werden vom Freistaat Sachsen in einen dreiteiligen Hallenneubau etwa 30 Millionen Euro investiert.

In der nächsten Ausschreibungsrunde der Exzellenzinitiative, die nun Exzellenzstrategie heißt, will sich die Technische Universität erneut beteiligen - dieses Mal mit zwei Clusteranträgen. Zum Einen soll das Merge-Projekt fortgesetzt werden, und zum Anderen ein weiterer Leuchtturm zum Thema "Human Factors in Technology: Mind, Movement, Embodiment" soll erschaffen werden.

"Ich bin absolut begeistert und äußerst beeindruckt von den beiden Antragskizzen, die fristgemäß der Deutschen Forschungsgemeinschaft übermittelt wurden", so Rektor Gerd Strohmeier.

Beteiligt sind neben Vertretern der TU Chemnitz unter anderem die Institutsleiter der beiden Chemnitzer Fraunhofer-Institute, die Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz, Barbara Ludwig, der Präsident des Industrievereins Sachsen 1828 e.V., Hans J. Naumann, sowie der ehemalige Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Hans-Jörg Bullinger.

"Auf dem Campus der TU entsteht so Europas größtes Leichtbauforschungszentrum. Besondere Bedeutung erhält es angesichts der in Deutschland hochgesteckten Klimaziele. Mit jedem Kilogramm, das etwa am Auto eingespart werden kann, verringert sich der Kraftstoffbedarf und somit auch der CO2-Ausstoß", erklärte der Sprecher des Bundesexzellenzclusters Lothar Kroll.

Am 28. September 2017 wird entschieden, welche Antragskizzen für die Exzellenzstrategie in die engere Wahl kommen. Dafür können die Universitäten anschließend ausführliche Anträge einreichen. Die Förderentscheidung über die Anträge zu Exzellenzclustern fällt am 27. September 2018.

Weitere Informationen zur Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder: https://www.bmbf.de/de/die-exzellenzstrategie-3021.html