TU-Forscher entwickeln neues Assistenzsystem

Forschung Schnellere Erfolge bei Rehabilitation erzielen

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Nachwuchswissenschaftler Lars Lehmann von der Professur Digital- und Schaltungstechnik der TU Chemnitz testet das neue Therapieassistenzsystem mit seiner Kollegin Julia Richter. Foto: TUC/Wolfgang Thieme

Die korrekte Ausführung von Trainingsübungen ist bei Rehabilitation nach einem Unfall oder einer Erkrankung entscheidend für den Erfolg einer Therapie. Bei Betreuungsverhältnissen von einem Therapeut zu acht oder mehr Patienten kann der Trainingsprozess eines einzelnen Patienten jedoch nicht lückenlos überwacht werden.

Mit der Zeit können sich Fehler bei der Ausführung von Übungen einschleichen. An dieser Stelle setzt die Arbeit der Nachwuchsforschergruppe AssiSt von der TU Chemnitz an. Ihr gelang es mit Verfahren des maschinellen Lernens, das Feedback des Therapeuten in Form eines technischen Assistenzsystems nachzubilden.

Für eine bessere Behandlung

"Dadurch ist es möglich, die von Patienten ausgeführten Bewegungen in Echtzeit mit Hilfe einer intelligenter Sensortechnologie zu analysieren und anschließend per Anweisung über ein Feedbackdisplay zu korrigieren - vor allem in den Phasen, in denen Therapeuten den Therapieprozess nicht begleiten können", berichtet Julia Richter vom Projektteam.

"Ziel ist es, die Mensch-Maschine-Schnittstelle sowie die Integration in den klinischen Alltag zu optimieren und die Praxistauglichkeit zu evaluieren", blickt Richter voraus. Perspektivisch visieren die Nachwuchsforscher auch eine Überführung des derzeitigen Demonstrators zur Marktreife an.

2018 kommt dieser Demonstrator erstmals bei der Admedia Reha GmbH in klinischen Tests zum Einsatz. Kommende Woche wird das neue System zur Rehabilitationsunterstützung auf der weltgrößten Messe für Medizintechnik, der "Medica" in Düsseldorf vorgestellt.



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