TU will Kulturbotschafter von Chemnitz werden

Wissenschaft Ab Oktober neue Professur zur Kulturhauptstadt-Bewerbung

tu-will-kulturbotschafter-von-chemnitz-werden
Das Hauptgebäude der TU Chemnitz an der Straße der Nationen 62. Foto: TU Chemnitz/Wolfgang Thieme

Chemnitz will 2025 Kulturhauptstadt werden. Dass die TU Chemnitz hinter diesem Vorhaben steht, macht nun ein besonderes Projekt ganz deutlich: "Das Institut für Europäische Studien der Philosophischen Fakultät wird zum 1. Oktober 2018 die Juniorprofessur Europäische Kultur und Bürgergesellschaft einrichten und damit einen ebenso starken wie außergewöhnlichen Beitrag für die Kulturhauptstadt-Bewerbung leisten", sagt Professor Gerd Strohmeier, Rektor der TU Chemnitz. Er verspreche sich von der neuen Juniorprofessur "wichtige kreative Impulse für die Kulturhauptstadtbewerbung." Sie könne so selbst zum Kulturbotschafter der Stadt werden.

Ein Europa der Bürger

Die Juniorprofessur soll sich künftig unter anderem mit den kulturellen Aspekten eines Europas der Bürger, mit neuen sozialen Bewegungen, mit der Entwicklung der Bürgergesellschaft in Europa und mit neuen Protestformen und Vergesellschaftungen im europäischen Kontext auseinandersetzen, sagt Professor Stefan Garsztecki, Dekan der Philosophischen Fakultät. Die Juniorprofessur werde auch in die Bachelor-Studienangebote der "Europa-Studien" und des Master-Studienganges "Europäische Integration - Schwerpunkt Ostmitteleuropa" integriert. Auf die Stellenausschreibung können sich Interessierte bis zum 5. März 2018 bewerben.

Der Titel "Kulturhauptstadt Europas" wird seit 1985 jährlich von der Europäischen Union vergeben. Erst 2025 ist wieder eine deutsche gemeinsam mit einer slowenischen Stadt berechtigt, den Titel zu tragen.