Vom Klassenzimmer direkt ins Labor

Wissenschaft 42. Chemiewettbewerb zieht Schüler an die TU

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Hochkonzentriert widmeten sich die Schüler am Donnerstag den Aufgaben im Chemie-Labor. Foto: Steffi Hofmann

Letzte Woche rauchten wieder die Köpfe von über 60 Schülern westsächsischer Gymnasien - sie nahmen am mittlerweile 42. Chemiewettbewerb "Julius Adolph Stöckhardt" teil, den das Institut für Chemie der TU Chemnitz gemeinsam mit dem Landesamt für Schule und Bildung durchführte. Neben theoretischen Aufgaben im Hörsaal galt es, sein Wissen bei drei Experimenten im Labor unter Beweis zu stellen.

Alles rund um die V. Hauptgruppe

Im Mittelpunkt stand dieses Mal die Chemie der Elemente der V. Hauptgruppe und ihrer Verbindungen. Zu den Aufgaben gehörten zum Beispiel der Nachweis des Elementes Wasserstoff oder die Untersuchung, ob Natriumnitrat eine in Wasser schwer oder leichtlösliche Verbindung ist - das alles ohne Tafelwerk und binnen weniger Minuten. Die Schüler wurden alle korrekt mit Kittel und Schutzbrille ausgestattet - obwohl es bei den Experimenten weder knallte noch zischte. "So farbenfroh wie die Chemie oft dargestellt wird, ist sie im Alltag gar nicht", sagte Steffen Hemeltjen, wissenschaftlicher Mitarbeiter, der gemeinsam mit zwei Kolleginnen die Schüler während der Experimente betreute.

Sogar junge Experten unter der Teilnehmern?

"Wir haben bei den Teilnehmern des Wettbewerbs jedes Jahr ein paar echte Experten dabei", so Hemeltjen. Der Chemiker ist seit der Wende bei den Veranstaltungen dabei. "Manche von den Schülern sehen wir dann im Studium wieder", erzählt er. Um die 25 Einschreibungen habe es im Wintersemester am Institut der Chemie der TU Chemnitz gegeben. Dabei halte sich der Männer- und Frauenanteil die Waage.

Benannt ist der seit 1996 zweimal jährlich ausgetragene Chemie-Wettbewerb nach Professor Julius Adolph Stöckhardt, der von 1839 bis 1847 am Vorläufer der heutigen TU Chemnitz Chemie lehrte. Er ist Autor des Lehrbuch-Klassikers "Schule der Chemie, versinnlicht durch einfache Experimente".