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Wagenknecht: Für ein Europa souveräner Demokratien

Politik Sahra Wagenknecht (Die Linke) zu Gast an der TU Chemnitz

Unter dem Titel "Die Eurozone zehn Jahre nach der Finanzkrise" hielt die Vorsitzende der Bundestagsfraktion "Die Linke", Sarah Wagenknecht, gestern einen Vortrag an der TU Chemnitz. An dem Ort, wo sie 2012 promovierte, sprach sie gestern über die Perspektiven und Herausforderungen für die Europäische Union und die Eurozone. Frau Wagenknecht folgte der Einladung von Dr. Christian Schweiger, Vertreter der Professur für Europäische Regierungssysteme im Vergleich, des Instituts für Politikwissenschaft. Gegen 17.30 Uhr begann der 30-minütige Vortrag mit Verspätung, bevor eine Diskussionsrunde eingeläutet wurde.

"Wir sind mitten in der Finanzkrise"

Zuerst räumte Frau Wagenknecht damit auf, dass die Finanzkrise nach zehn Jahren überwunden sei, man befinde sich noch mittendrin. Nur, weil man von Griechenland nicht mehr so viel höre, heiße das nicht, dass es der Wirtschaft und den Menschen besser ginge. Sie beschrieb Deutschland als eines der wenigen Länder, die von der Eurozone profitieren konnten, durch Export. Anderen Ländern ginge es nicht so gut und die EU müsse demokratisch und einheitlich die richtigen Entscheidungen treffen.

Sie stellte die These in den Raum, dass, wenn Italien aus dem Euro austreten würde, eine finanzielle Katastrophe, eine Inflation für die übrigen Länder bevorstünde, aus der man nicht so einfach mit Rettungspaketen, wie für Griechenland, herauskommen könnte. Auch erklärte die Politikerin einmal vereinfach, wie eigentlich Geld entsteht.

Sahra Wagenknecht nimmt sich Zeit für die Zuhörer

Frau Wagenknecht ist sich sicher, mit einer Einigkeit in zentralen Fragen, einer anderen Politik in Deutschland und mit der Wiederherstellung der Demokratie in Europa kann die EU weiter bestehen. Die Zuhörer im bis auf den letzten Platz ausgebuchten Saal applaudierten.

Am Ende war noch etwas Zeit übrig, um Fragen aus dem Publikum zu beantworten. Inwieweit sich ein ökonomisches Wachstum positiv auf die EU auswirken könnte, warum Frau Wagenknecht nicht zur SPD wechseln würde und wie sie zu einer Sammelbewegung steht, erklärte sie ausführlich. Fragen zu privaten Dingen und innerparteilichen Streitigkeiten durften nicht gestellt werden. Im Nachhinein nahm sie sich noch Zeit für ein kleines Gespräch mit den Bürgern, unterschrieb Bücher und machte Selfies mit den Zuhörern, bevor es dann zum gemeinsamen Abendessen mit Christian Schweiger ging.



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