Würdigung für einen Zeitzeugen

Ehrung Ausschwitz-Überlebender spricht mit der Jugend

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Foto: Toni Söll

Justin Sonder ist zum Ehrenbürger der Stadt Chemnitz ernannt worden. Gewürdigt wird damit sein unermüdliches Engagement, mit dem er als einer der wenigen Auschwitz-Überlebenden und als einer der letzten Zeitzeugen überhaupt die Erinnerung an die Gräueltaten des nationalsozialistischen Regimes wachhält.

Der 91-Jährige ist unter anderem regelmäßig in Schulen der Region zu Besuch und erzählt dort seine Erlebnisse vom sechsten Lebensjahr an, über die Reichsprogromnacht am 8. November 1938, bis zum Kriegsende 1945. "105.027 war meine Häftlingsnummer in Monnowitz, einem Nebenlager von Auschwitz", erinnert sich der Senior.

Nach seiner Rettung bei Kriegsende habe Justin Sonder 20 Jahre lang nicht über seine KZ-Erlebnisse sprechen können. Heute appelliert er gerade an Jugendliche, sich dem Wert des Lebens in der Gesellschaft bewusst zu werden.