Zweite Runde für Radler-Interviews

Verkehr Forschergruppe führt Befragungen im öffentlichen Verkehrsraum durch

Die Forschergruppe Allgemeine und Arbeitspsychologie der Chemnitzer Uni untersucht über das gesamte Jahr 2020 die Verkehrssicherheit von Radfahrern an urbanen Knotenpunkten in verschiedenen Städten Deutschlands. Bereits im November 2019 wurden Radfahrer in Chemnitz eine Woche lang an unterschiedlichen Knotenpunkten interviewt. In dieser ersten Erhebungswelle konnten 175 Radfahrende für die Befragung gewonnen werden, die ihr Fahrrad im Jahr 2019 mehrmals wöchentlich oder täglich nutzten. Die Mehrheit der Befragten war männlich (63 Prozent). Die Radfahrenden gaben an, sich neutral bis leicht unsicher auf dem Fahrrad in Chemnitz zu fühlen. Vor allem unerwartet endende Radverkehrsanlagen stellten ein häufig erwähntes Problem dar. Knapp zwei Drittel der Radfahrenden erwähnte, in den letzten sieben Tagen mindestens eine sicherheitskritische Situation mit dem Fahrrad erlebt zu haben. Die mit Abstand am häufigsten genannte sicherheitskritische Situation war das zu nahe Überholen durch andere Verkehrsteilnehmer wie Pkw. Um nun eine möglichst repräsentative Aussage für Deutschland machen zu können, sei eine Befragung über den gesamten Zeitraum der Fahrradsaison von März bis November und in unterschiedlichen Städten nötig. Der Auftakt der deutschlandweiten Befragung erfolgt in Chemnitz. Zwischen dem 23. und 28. März werden an verschiedenen Verkehrspunkten Befragungen jeweils von 7 bis 18 Uhr mit Radfahrern durchgeführt. Das zentrale Thema des rund zehnminütigen Kurzinterviews ist die wahrgenommene Verkehrssicherheit als Radfahrender. Das sogenannte Forschungsprojekt "DRadEsel" wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans gefördert.