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EHV Aue erlebt Pokalhammer gegen THW Kiel

Handball Pokalspiel war ein Erlebnis für alle

Lößnitz. 

Lößnitz. Ein solches Spiel wird es wahrscheinlich nicht gleich wieder geben: die Handball-Zweitligisten des EHV Aue haben gestern in der zweiten Runde des DHB-Pokals die Erstligisten des THW Kiel in der Erzgebirgshalle in Lößnitz vor 1.453 Zuschauer empfangen. Und die viermaligen Handball-Champions-League-Sieger und Pokal-Rekordhalter sind ihrer Favoriten-Rolle gerecht geworden. Das Ergebnis auf der Anzeigetafel war am Ende sehr deutlich.

Stark in die ersten zehn Minuten gestartet

Der EHV Aue verliert 26:38 (12:17) gegen Kiel. Trotz der Niederlage ist man sich beim EHV Aue einig: es war ein Spiel, dass Spaß gemacht hat und von dem man noch lange zehren wird. Kirsten Weber vom EHV-Trainerteam spricht von einem wunderbaren Erlebnis für alle: "Wir hatten uns das Ziel gesteckt, Kiel in der einen oder anderen Situation etwas zu fordern und eigene Momente zu kreieren, wo wir erfolgreich sind indem wir auch auf Basics zurückgreifen, die uns in der Liga stark machen. Das ist uns in großen Teilen auch gelungen." Was man nicht kenne, so Weber, sei eine ungemein starke dritte und punktuell vierte Welle. In den ersten zehn Minuten haben die Auer gut mitgehalten bis zum 6:6 (11.). Doch danach hatten die Kieler einen 5:0-Lauf und zogen davon bis auf 6:11 (19.). Bis zur Pause lagen die Auer immer drei bis fünf Tore hinten.

Einige Fehler aber trotzdem gut verkauft

In der zweiten Hälfte setzte sich das weiter fort. Nach knapp 40 Minuten Spielzeit waren es bereits acht Tore Abstand beim 16:24 (40.) und wenig später zehn Tore beim 22:32 (50.). In den letzten acht Minuten erhöhten die Kieler immer weiter bis auf 23:34 (53.), 24:36 (54.) und 25:38 (58.). Das letzte Tor der Partie verwandelte Kevin Roch zum 26:38-Endstand. Der EHV-Kapitän sagt: "Sicher hatte Kiel noch ein bisschen die Handbremse angezogen. Ich glaube da war noch Luft nach oben. Wir haben uns ganz gut verkauft, vielleicht hier und da noch etwas zu viel Respekt gehabt und den einen oder anderen Fehler zu viel gemacht."

Der wichtigste Spieler im Abwehrverbund

Von Auer Seite ist Petr Slachta zum Player of the Match gewählt worden. Er selbst sagt: "Es war ein sehr gutes Spiel und sehr interessant und super mit der vollen Halle. Ich denke, wir können viel mitnehmen für die nächsten Spiele. Das war gut für unser Selbstbewusstsein." Kirsten Weber sagt: "Wenn man die letzten Spiele Revue passieren lässt, ist Petr Slachta aktuell der wichtigste Spieler im Abwehrverbund. Im Angriff ist er eine absolute Waffe und er ist verdient Player of the Match geworden."

Kiel als "die wahrscheinlich beste Mannschaft der Welt"

Aus Spielersicht fügt Adrian Kammlodt an: "Wir haben in den ersten Minuten ganz gut mitgehalten. Doch mit zunehmender Spieldauer hat man die Qualität und die Breite im Kader von Kiel gemerkt. Das ist wie eine Wand, auf die man da spielt. Der THW Kiel ist die wahrscheinlich beste Mannschaft der Welt, aber wir sind auch eine Mannschaft, die sich nicht verstecken muss. In solchen Spielen ist es denke ich immer das wichtigste, dass man Spaß hat, und den hatten wir. Ich denke, wenn wir weniger Fehler gemacht, die klaren Bälle verwandelt und noch dazu das Quäntchen Glück gehabt hätten, hätten wir das Spiel vielleicht enger gestalten können."

Ein schönes Spiel machen

Stephan Swat vom EHV-Trainerteam hatte sehr viel mit der Vorbereitung des Spieles zu tun und hat es letztlich auf der Tribüne miterlebt: "Die Aufregung ist mit dem Anwurf abgefallen, weil man dann nicht mehr viel tun konnte. Auf der Zuschauer-Tribüne ist die Situation etwas entspannter, als auf dem Spielfeld. Spielerisch haben wir vieles von dem umsetzen können, was wir uns vorgenommen haben. Wir wollten nicht aufs Ergebnis schauen - es war nicht unser Anspruch, gegen Kiel zu gewinnen. Wir wollten ein schönes Spiel machen und ein Partner sein für einen schönen Handball-Abend und das ist uns denke ich gut gelungen."