Filigrane Winterszenen lassen staunen

Schau Künstler, Handwerker und Händler begleiten die Präsentation

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Erika und Harry Neubert sind von den Winterszenen von Hermann Haase beeindruckt. Foto: Ilka Ruck

Gelenau. Nur noch gut zweieinhalb Wochen und die Weihnachtsschau im Gelenauer Depot Pohl-Ströher schließt ihre Pforten. Erika und Harry Neubert aus Limbach-Oberfrohna hatte es bei ihrer Stippvisite vor allem auch die Sonderausstellung "Winterszenen" angetan. Harry Neubert erklärte: "Wir kommen immer wieder gerne ins Depot, weil wir es toll finden, dass all die Dinge erhalten werden. In meinen Augen ist das eine Ehrerbietung für die Hersteller."

Miniaturen lassen staunen und schmunzeln

Seine Frau fügte hinzu: "Die Schau ist einfach eine Beruhigung in dieser hektischen Zeit." Und beruhigend wirken die "Winterszenen" allemal. Sie wurden von dem begabten Miniaturschnitzer Hermann Haase aus Auerbach i. E. (1897-1988) als Alltagsszenen im winterlichen Erzgebirge gefertigt. Darunter befindet sich die erste Inspiration für sein umfangreiches Schaffen aus den 1930er-Jahren sowie anheimelnde ländliche Arbeiten auf einem mechanischen Heimatberg, einer 3-stöckigen Pyramide und als Block. Witzige Szenen lassen schmunzeln und eine Innenansicht der Strumpffabrik Wieland Auerbach lässt einfach nur staunen.

Ergänzt wird die Präsentation vom Frohnauer Hammer um 1880. "Die Art wie Hermann Haase seine Figuren und Darstellungen gefertigt hat, ist oftmals so fein und man sieht jedes Detail", betont auch Ausstellungsleiter Michael Schuster, der weiter erklärt: "Wie immer begeistern die anwesenden Händler und Handwerker die Besucher. Eine feste Größe ist die Puppenklinik. Sowohl historische Puppen als auch Teddybären werden hier repariert. Zu den ausgefallenen Handwerken gehören Tamburieren und Zinngießen." Geöffnet ist die Schau bis 28. Januar immer freitags, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr.