Früh Verantwortung übernommen

Skilanglauf Nick Fritzsch fungiert als Regionaltrainer

Marienberg. 

Marienberg. Weil der Schneefall in der vergangenen Woche so intensiv war, werden gerade die kritischen Seiten des Winters deutlich. Bei Nick Fritzsch ist die Freude über weiße Landschaften jedoch kaum getrübt, denn der 19-jährige Marienberger verbindet damit gleichzeitig sein Hobby und seinen Beruf. Als Nachwuchssportler des ATSV Gebirge/Gelobtland war er jahrelang selbst in den Loipen unterwegs, um Bestzeiten und Medaillen zu erkämpfen. Inzwischen ist er als mittelsächsischer Regionaltrainer dafür zuständig, dass möglichst viele andere Talente den Weg zum Erfolg finden.

Schon mit 19 Jahren Trainer

Mit seinen erst 19 Jahren ist Fritzsch einer der Jüngsten in der Trainerzunft, doch für ihn war dieser Schritt genau die richtige Lösung. Vergangenen Mai hatte er seine eigene Laufbahn als Leistungssportler beendet. Der Versuch, als Sportschüler am Oberwiesenthaler Stützpunkt den Anschluss zur nationalen Spitze herzustellen, "hat nie so ganz funktioniert", räumt der Marienberger ein. Weil er keinen Kaderstatus beim nationalen Verband hatte, mussten Reisen oft aus eigener Tasche gezahlt werden. "Finanziell ging das nicht mehr", berichtet Nick Fritzsch, dem ein glücklicher Umstand in die Karten spielte.

Genau in dem Zeitraum, als er nach einer Perspektive suchte, wurde die Stelle des Regionaltrainers frei. Und als der damalige Lars Lehmann auf ihn zukam, brauchte Fritzsch nicht lange zu überlegen. "Ich habe schon öfter im Training geholfen, weil mir die Arbeit mit Kindern Spaß macht", erklärt er. Seinen beruflichen Plan B, der ihn in die Automobilbranche geführt hätte, konnte Fritzsch abhaken. Seit September ist er viel unterwegs. In Vereinen, aber auch an Schulen und Kitas organisiert er Kurse und Wettkämpfe, um Interesse am Langlauf zu wecken. Und natürlich will er dabei auch Talente entdecken. Vorallem wenn viel Schnee liegt, sind die Bedingungen gut.