So stark zeigt sich Christina Schwanitz nach der Babypause

Leichtathletik Kugelstoßerin ist wieder international vorn dabei

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Auch nach ihrer Babypause ist Christina Schwanitz in Top-Form.Foto: Andreas Bauer

Gelenau. Nach 15-monatiger Babypause hat sich Kugelstoßerin Christina Schwanitz auf Anhieb in der Weltspitze zurückgemeldet. Bei einem Testwettkampf in Halle an der Saale erzielte die 32-Jährige vom LV 90 Erzgebirge 19,39 Meter.

Fokus lag auf der Kraft

"Damit ist sie international ganz vorn dabei, in Europa sogar die Nummer 1", freute sich Trainer Sven Lang, der selbst ein wenig überrascht war von diesem starken Ergebnis. Schließlich sei nach der Geburt ihrer Zwillinge im Juli 2017 die weitere Entwicklung schwer absehbar gewesen: "So eine Situation war ja für alle neu." Die LV-90-Athletin zeigte jedoch, dass sie nichts von ihrem Können eingebüßt hat. Fast schien es, als befinde sie sich in einem optimalen Rhythmus.

Dabei hatte sie ihren bis dato letzten Wettkampf im Februar 2017 bestritten, bei dem sie sich als deutsche Hallen-Meisterin vorübergehend verabschiedet hatte. Um nun in ähnlich starker Form zurückzukommen, wurde seit Mitte Januar intensiv trainiert. "Dabei haben wir den Fokus erst einmal auf die Kraft gerichtet", sagt Lang, der unter anderem zwei Trainingslager mit Christina Schwanitz auf Zypern und in Südtirol absolvierte. Obwohl Spritzigkeit und Schnelligkeit logischerweise noch fehlten, deutete die zweifache Europameisterin ihre nach wie vor vorhandene Wucht im Training schon an.

Die Weiten nun aber auch direkt im ersten Wettkampf umzusetzen, bringt sogar Sven Lang ins Staunen - und weckt gleichzeitig große Zuversicht für die anstehenden Herausforderungen. Großes Ziel ist dabei die Europameisterschaft im August in Berlin. Und nur wenige Tage später steht dann das von Christina Schwanitz geliebte Heimspiel auf dem Programm. Gemeint ist der Thumer Werfertag am 17. August.