Stollberg: Makerz-Messe präsentierte bunte Auswahl

Ausbildung Unternehmen zeigten große Branchenvielfalt

Stollberg. 

Stollberg. Die Makerz-Messe, das neue Format der Ausbildungsmesse Erzgebirge, ist gestern in der Dreifeld-Turnhalle in Stollberg gelaufen. Der Zuspruch seitens der Aussteller ist groß gewesen - so konnte eine große Branchenvielfalt, die in der Region vorhanden ist, aufgezeigt werden.

 

Unternehmen suchen dringend Nachwuchs

Stollbergers Oberbürgermeister Marcel Schmidt erinnert sich auch an andere Zeiten: "Da musste man Unternehmen überzeugen, dass sie sich präsentieren. Jetzt ist das genau umgekehrt, die Unternehmen zeigen sich, weil sie junge Leute gewinnen wollen und Nachwuchs brauchen. Wir haben am Standort in Stollberg eine große Palette an Unternehmen und demzufolge auch viele Möglichkeiten der Ausbildung." Theresa Spindler ist Ausbildungsleiterin im Landratsamt des Erzgebirgskreises. Sie sagt: "Wir möchten die vielfältigen Ausbildungs- und Studiengänge aufzeigen und dafür nutzen wir die Messe. Nicht nur die klassischen Büro-Berufe können junge Leute bei uns lernen, sondern auch Berufe, wie Straßenwärter und ab kommendes Jahr neu KFZ-Mechatroniker für Nutzfahrzeugtechnik. Selbst eine Textilgestalterin im Handwerk bilden wir aus und ebenso Fachinformatiker für Systemintegration, Vermessungstechniker und einige Berufe mehr."

 

Palette abwechslungsreicher Berufe

Ulli Clauß und Rico Clauß, die beiden Geschäftsführer vom Modellbau Clauß aus Neukirchen haben die Messe genutzt, um ihr Unternehmen vorzustellen. Ulli Clauß sagt: "Was wir suchen, sind Auszubildende zum Technischen Modellbauer. Der Beruf umfasst die Herstellung, Wartung und Konstruktion von Gießereimodellen in verschiedensten Ausführungsklassen und Gütestufen aus Kunststoff, Metall und Holz. Das Spektrum reicht von einfachen Modellen bis hin zu vollautomatisierten Modellen." Clauß spricht von einem abwechslungsreichen Beruf. Fakt sei, dass es in der heutigen Zeit schwer ist, jemanden in eine Werkstatt zu bekommen, denn viele wollen eher ins Büro. Wie Matthias Lißke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge sagt, stelle sich bei allen derzeitigen Sorgen der Wirtschaft eins heraus: Nachwuchs ist Priorität: "Man muss langfristig denken." Die MAKERZ-Messe ist ab Montag online freigeschaltet.

 

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