Zast: Höhere Gebühren ab Januar

Abwasser Kostenentwicklung und gesetzlichen Anforderungen sind zwei Hauptthemen

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Die Bürgermeister Alexander Troll (Lößnitz) und Siegfried Baumann (Bockau), Verbandsgeschäftsleiterin Maren Voigt (Mitte), der Verbandsvorsitzende und Bürgermeister von Bad Schlema Jens Müller und Wolfgang Leonhardt, Bürgermeister in Zschorlau (v.li.) haben die Kostenentwicklung dargelegt. Foto: R. Wendland

Bad Schlema. Beim Zweckverband Abwasser Schlematal (ZAST) erhöhen sich zum 1. Januar 2018 die Preise. Das soll zur heute anstehenden Verbandssitzung beschlossen werden. Die Verbraucher werden zum Jahresende schriftlich über die Änderungen der Gebührensätze informiert.

Gebührenerhöhung für Investitionen nötig

Der Verbandsvorsitzende und Bürgermeister von Bad Schlema Jens Müller spricht von der Notwenigkeit der Erhöhung und begründet sie zum einem mit der allgemeinen Kostenentwicklung und zum anderen mit gesetzlichen Anforderungen, die eingehalten werden müssen. Bei dem Wort Erhöhung gehen bei vielen Verbrauchern die Alarm-Glocken an. Es ist mit Emotionen verbunden, wenn es an den Geldbeutel geht. Gesprochen wird von 7,84 Euro pro Person im Jahr.

Müller sagt: "Das Abwassernetz muss gepflegt werden und dafür sind Investitionen notwendig. Schon das, was in den letzten Jahren an Investitionen getätigt wurde, ist gigantisch und auch künftig stehen Investitionen an, die nach Abarbeitung rufen." In den kommenden Jahren stehen Ersatzinvestitionen an, wo man jährlich von drei Millionen Euro spricht.

Auch Demografie ist ein Grund

Ein Hauptproblem, das auch vor der Abwasser-Entsorgung keinen Halt macht, ist die demografische Entwicklung. Der Bevölkerungsrückgang im Verbandsgebiet ist ein Problem - die anfallenden Kosten der Abwasserentsorgung müssen so von immer weniger Menschen getragen werden. Ein weiteres Problem, so Müller sei der Wasserverbrauch, der in den letzten Jahren gesunken ist und der sich auch auf das Abwasser auswirkt.