Theater: Auf der dunklen Seite des Kapitalismus

Theater "Die heilige Johanna der Schlachthöfe" im Malsaal

Eine Woche vor der Premiere findet im Malsaal des Theaters Plauen-Zwickau eine Einführungsmatinee statt. Am 14. April um 11 Uhr stellt das Regieteam das Stück "Die heilige Johanna der Schlachthöfe", Hintergründe und die Konzeption der Inszenierung vor. Das Publikum erfährt die Geschichte, die erzählt werden soll und vor allem wie die Bühne und die Kostüme aussehen werden. Damit das nicht bloß reine Theorie bleibt, zeigt das Ensemble erste Kostproben aus der Inszenierung.

Am 26. April folgt dann um 19.30 Uhr an gleicher Stelle die Premiere des Stücks. Darin befinden sich die Fleischfabrikanten Mauler und Lennox in einem Wirtschaftskrieg: Immer neu unterbieten sie sich beim Verkauf ihrer Fleischkonserven, bis Lennox schließlich seine Fabrik schließen und seine Arbeiter vor die Tür setzen muss. Das ruft die Schwarzen Strohhüte auf den Plan: Sie wollen den Arbeitern in ihrer Not Gott wieder näherbringen.

Auch nach über 80 Jahren noch aktuell

Mit "Die heilige Johanna der Schlachthöfe" stellt Bertolt Brecht die Auswirkungen wirtschaftlicher Machtkämpfe auf die Situation der Arbeitnehmer dar und demaskiert die Mechanismen kapitalistischer Marktwirtschaft. Das in den Jahren 1929 bis 1931 entstandene Theaterstück hat damit bis heute nichts von seiner Aktualität eingebüßt.