250. Geburtstag des großen Gelehrten

Jubiläum Ein Jahr für Alexander von Humboldt

Freiberg. 

Freiberg. Mit dem Anbruch des Jahres 2019 ist der Freiberger Silberrausch vorbei, mit welchem ausgiebig der 850. Wiederkehr des ersten Silberfundes und der Ersterwähnung der Stadt vor 800 Jahren gedacht wurde. Doch ein Jahr ohne Jubiläum gibt es in Freiberg nicht. Und es ist nicht ganz ohne, was nun gefeiert wird.

Denn mit dem 250. Geburtstag des großen Universalgelehrten und Entdeckers Alexander von Humboldt wird eines Mannes gedacht, dessen Wirken vieles von heute erst möglich machte. Nun fragt sich mancher, was dieser Preuße mit Sachsen zu tun habe, gar mit Freiberg. Von 1791 bis 1792, kein ganzes Jahr, lernte er an der Bergakademie, machte seinen Abschluss und war unermüdlich im Bergbau tätig, ganz besonders oft unter dem Untermarkt, wo kürzlich während der Sanierungsarbeiten der genaue Einstieg in den von Humboldt genutzten Familienschacht gefunden wurde.

"Außerdem hat er hier einige Dinge erfunden, die im Bergbau genutzt wurden", sagt Norman Pohl, Leiter des Historicums der TU Bergakademie. "Etwa der Licht-Erhalter." Humboldt plante zwar, damit die generelle Beleuchtungssituation unter Tage zu verbessern, doch kam das Gerät vor allem bei der Grubenrettung zum Einsatz. Zum Neujahrsempfang des Freiberger Oberbürgermeisters am 11. Januar in der Nikolaikirche spielt all das schon eine Rolle und das ganze Jahr steht unter dem Motto "Zeit für Entdeckungen". Weiteren Ausdruck findet das Jubiläum in der Glasarche, die ab Ende Januar auf dem Schlossplatz steht.