Ansprechpartner für große und kleine Probleme

Soziales Kinderschutzbund und Gymnasium unterzeichnen Abkommen

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Claudia Fischer (2.v.r.) zeigt den Vertragspartnern ihr Büro im Haus Dürer. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Ob kleine oder große Probleme, die Tür von Claudia Fischer steht den Kindern und Jugendlichen, die am Haus Dürer des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Freiberg lernen, immer offen.

Erste Sozialarbeiterin der Schule

Sie ist seit dem August vergangenen Jahres die erste Schulsozialarbeiterin an der Bildungseinrichtung. Damit sie ihre Tätigkeit ausüben kann, wurde nun zwischen der Schule, deren Träger, der Stadt Freiberg, dem Landkreis Mittelsachsen und dem Regionalverband Freiberg des Deutschen Kinderschutzbundes eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Dass Schulsozialarbeit an einem Gymnasium stattfindet, ist noch etwas Ungewöhnliches. "Doch das ist kein Aushängeschild für eine Schule mit Problemen, sondern für eine moderne Bildungseinrichtung", sagt dazu Petra Straube, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes. Kerstin Salomon, Leiterin des Gymnasiums, hatte schon vor Jahren den Gedanken, derartiges zu installieren. Lange tat sich auf ihren Vorstoß hin nichts. Nun endlich war es möglich, auch, weil alle Beteiligten an einem Strang zogen.

Kinder finden bei ihr ein offenes Ohr

Die bis jetzt schon erkennbaren positiven Effekte geben ihr Recht. "An den Sprechtagen werde ich von den Kindern immer schon erwartet", sagt Claudia Fischer. Bei ihr finden Jungen und Mädchen gleichermaßen ein offenes Ohr, sei es, weil sie mal was zu Hause vergessen oder weil sie Sorge wegen schlechter Noten haben. Gemeinsam mit Eltern und Lehrern werden dann Lösungen gesucht und meist auch gefunden. Es ist, als hätte die Schule seit Jahren auf diesen noch fehlenden Baustein gewartet.