Bau des Freiberger Stadtarchivs geht voran

Sanierung Innenräume des Herderhauses nehmen Form an

Freiberg. 

Freiberg. Hoch über die Dächer der Silberstadt begaben sich Silke Grombach, Leiterin des Hochbauamtes, und Baubürgermeister Holger Reuter. Das mussten sie auch, denn immerhin schauten sie sich die Baustelle im und am Herderhaus genau an. Der historische Komplex soll ab Ende des nächsten Jahres das Stadtarchiv beherbergen. Hinzu kommt im Hof des ehemaligen Wohnhauses noch ein Bau für weitere Archivräume, aber auch für das Depot des Stadt- und Bergbaumuseums.

Rückstand blieb im Rahmen

Ein ganz klein wenig, so gesteht Silke Grombach ein, sei man in Verzug mit den Bauarbeiten, was aber bei den in diesem Jahr angefallenen Problemen nicht weiter verwundert. Dennoch ist der Rückstand in einem vertretbaren Rahmen geblieben und man ist sich sicher, die gesteckten Ziele gut zu erreichen.

Wie wird es einmal aussehen?

Man sieht also: In Freiberg wird derzeit viel gebaut, und dabei handelt es sich nicht nur um kleinere Projekte, sondern auch um solche, die das Stadtbild in Zukunft stark prägen werden. Mit dem Start der Sanierungsarbeiten am Bahnhofsgebäude in dieser Woche wurde ein entsprechendes Signal auch für Kommendes gesetzt. Mittendrin ist man jedoch bei den Umbauten des Herderhauses. Nach der Entkernung des Altbestandes sind nun die neuen Räumlichkeiten gewachsen und man kann inzwischen einen ersten Eindruck davon gewinnen, wie es hier einmal aussehen soll.

Neuer Lesesaal weckt Interesse

Für die vielen Nutzer des Stadtarchivs, welches ab 2022 im Herderhaus zugänglich sein soll, ist besonders der neue Lesesaal von Interesse. Dieser befindet sich gleich im Erdgeschoss. Stadtarchivarin Ines Lorenz freut sich besonders darüber. "Angesichts der beengten Möglichkeiten im Rathaus, wird das eine deutliche Verbesserung", sagte sie kürzlich. Dass man ein wenig in Rückstand mit den Bauarbeiten geraten ist, hat nicht vordergründig mit Corona zu tun.

Zusammenfassung der Stadtarchive

"Es gab eine Projektstörung durch einen Bergschaden", erklärt Baubürgermeister Holger Reuter. Man geht derzeit von Baukosten in Höhe von bis zu 22 Millionen Euro aus. Geschaffen werden knapp 4.100 Quadratmeter Nutzfläche für Archiv und Depot. Sämtliche derzeit dezentralen Stadtarchivorte werden hier zusammengefasst. Zusätzlich entsteht derzeit die Tiefgarage, die unter den Depot-Neubauten liegt.