Borkenkäfer und "Eberhard" machen Wäldern zu schaffen

Natur Wälder Mittelsachsens weisen vielerorts Schäden auf

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Region. Der Kreistag führte eine Waldexkursion durch Waldgebiete des Landkreises durch. "Die Lage stellt sich dramatisch dar und durch die Schäden der vergangenen Stürme verschlimmert sich die Situation", erklärt der erste Beigeordnete Lothar Beier. "Das Sturmtief Eberhard hat den Wald schwer getroffen und stellt die Waldbesitzer erneut vor große Herausforderungen", bilanziert der Leiter des Referates Forst im Landratsamt Mario Helbig.

In Mittelsachsen ist das Schadensausmaß am größten

Er appelliert in diesem Zusammenhang, beim Betreten der Wälder sehr vorsichtig zu sein und örtliche Waldsperrungen zu beachten. Sind Bäume "angeschoben" und hängen noch in den Kronen anderer Bäume, besteht ein erhöhtes Gefährdungspotenzial für Waldbesucher, wenn die Bäume unvermittelt zu Boden fallen.

Landesweit haben Borkenkäfer in den vergangenen Jahren drastische Schäden in Nadelholzbeständen hinterlassen. "In ganz Mittelsachsen sind daher vielerorts abgestorbene Bäume, insbesondere Fichten und aufgelichtete Waldbestände zu finden. Das Schadausmaß hier zählt zu den höchsten in Sachsen", konstatiert Mario Helbig.

Befallenes Holz sollte umgehend aus dem Wald gebracht werden

Es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Borkenkäfer zahlreich überwintern, sich ab dem Frühjahr wieder stark vermehren und erneut Wälder in erheblichem Umfang schädigen. Die Bäume sind infolge der trocken-heißen Witterung 2018 nach wie vor geschwächt. Hinzu kommen Schneebruchschäden aus dem Januar 2019 sowie Windwurf- und -bruchschäden des Sturmtiefs "Eberhard", die die weitere Ausbreitung der Borkenkäfer begünstigen.

Um den eigenen Wald zu schützen und zu verhindern, dass Käferherde auf Waldnachbarn übergreifen, sind durch jeden Waldbesitzer dringend regelmäßige Kontrollen, zumindest alle zwei Wochen, durchzuführen und aufgefundenes Käferholz umgehend aus dem Wald zu schaffen. Schwerpunkt sind Waldbestände, die mit Nadelholz bestockt sind, in denen gebrochene Bäume noch nicht beräumt sind und in denen sich alte Befallsherde befinden. Merkmale für einen Borkenkäferbefall sind Bohrlöcher und frisches Bohrmehl an der Rinde, Harztröpfchen unterhalb des Kronenansatzes und grüner Nadelteppich unter Fichten.