Der Mord und die Steine

Ausstellung Die terra mineralia in Freiberg ist einen Besuch wert

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Faszinierend ist die Welt, welche sich in der terra mineralia dem Besucher eröffnet. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Ob sich wohl einmal ein Besucher die Mühe gemacht hat, alle Exponate zu zählen, die in der "terra mineralia" zu sehen sind? Wohl kaum, denn er würde viel zu zählen haben und dabei vermutlich nicht mehr auf all die faszinierenden Schönheiten achten, die er zu sehen bekommt.

Und das ist ja vor allem das Faszinierende an dieser Ausstellung im Schloss Freudenstein, die übrigens im kommenden Jahr ihren zehnten Geburtstag feiert. Die vielen Mineralien, Edelsteine oder Meteoriten, die nach ihren Herkunftsregionen geordnet zu erleben sind, stammen aus der Sammlung der leider im vergangenen Jahr verstorbenen Mäzenin Erika Pohl-Ströher.

3.500 Exponate sind zu bestaunen

Die Chemikerin, Biologin und erfolgreiche Unternehmerin, deren Geburtsort das sächsische Wurzen ist, überließ die grandiose Sammlung 2004 der TU Bergakademie Freiberg. Von der 80.000 Exponate umfassenden Sammlung sind etwa 3.500 in der Ausstellung zu sehen.

Sie bezaubern durch ihre oft skurrilen Formen und beeindrucken mit ihrer Farbenvielfalt. Mit ihren etwas grauen Verwandten, den Seltenen Erden, beschäftigt sich derzeit eine Sonderausstellung mit dem ungewöhnlichen Titel "CSI: Freiberg".

"CSI: Freiberg"?

Wie in einer der vielen Krimi-Serien können Besucher sich an die Aufklärung eines mysteriösen Mordfalles machen und an einzelnen Stationen Hinweise zu den fünf Verdächtigen sammeln. Da das Motiv mit einer Entdeckung in Zusammenhang mit den Seltenen Erden steht, lernt man dabei eine ganze Menge über jene Rohstoffe, ohne die Smartphones, Computer oder Windkraftanlagen nicht funktionieren würden.