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"Die Rochlitzer" soll wieder attraktiver werden

Infrastruktur Pläne zur Umgestaltung von Mittweidas Hauptgeschäftsstraße kurz vor Stadtratsbeschluss

Mittweida. 

Mittweida. Langsam, abersicher, geht's mit den Plänen zur Umgestaltung der Rochlitzer Straße in Mittweida in die heiße Phase: Wie der Abschnitt zwischen Stadtgraben und Technikumplatz nun konkret einmal aussehen soll, wurde interessierten Bürgerinnen und Bürgern vor dem Stadtratsbeschluss, der am Donnerstag ansteht, während einer Informationsveranstaltung durch die Stadtverwaltung und die beteiligten Planungsbüros im Ratssaal noch einmal vorgestellt, und es wurden noch einige Details diskutiert. Brisantestes Thema war dabei, dass sich auf der gesamten Rochlitzer Straße zwischen Markt und Technikumplatz die Pkw-Stellplatzzahl von 56 aus 35 verringern wird. "Wir mussten einen Kompromiss finden", sagte dazu zum wiederholten Mal Oberbürgermeister Ralf Schreiber. Einerseits müssen nämlich die gesetzlichen Vorgaben zu Fahr- und Gehwegmaßen eingehalten sowie attraktives, einladendes Shoppen ermöglicht werden und auf der anderen Seite sollen möglichst viele Pkw-Parkflächen die Mobilität garantieren. Bereits seit 2016 wurden nicht nur Fragebögen ausgefüllt, sondern auch mehrere Werkstätten (Diskussionen) durchgeführt. An diesen Terminen nahmen Gewerbetreibende, Anlieger, Eigentümer, sonstige Interessensvertreter, interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Stadtratsmitglieder und externe Fachleute teil, um einen Kompromiss zu finden, der vielen gerecht wird. Begrünung, Geschwindigkeitsreduzierung und Gehwegverbreiterung waren drei Hauptpunkte, die sich für die Umgestaltung heraus kristallisierten. Durch viele Fachberatungen und Diskussionen wurde der Siegerentwurf von 2018 der Büros häfner jimenez betcke jarosch Landschaftsarchitektur GmbH aus Berlin und BDC Dorsch Consult Ingenieurgesellschaft mbH, ebenfalls aus Berlin, kontinuierlich zur vorliegenden Endfassung der Voruntersuchung weiterentwickelt, die nun dem Stadtrat vorliegt. Die Umgestaltung soll 2021/22 ausgeführt werden und kostet reichlich drei Millionen Euro.