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Diskussion zu einem Jahr Freiberger Thesen

Veranstaltung Zahlreiche Gäste verfolgten Gespräch

Freiberg. 

Freiberg. Die "Freiberger Thesen" des CDU-Stadtverbandes Freiberg stießen vor einem Jahr bundesweit auf großes Interesse. Nach dem schwachen CDU-Ergebnis bei der Bundestagswahl verfassten sie der Landtagsabgeordnete Steve Johannes Ittershagen, Stadtverbandschef Holger Reuter und Jörg Woidniok, Vorsitzender der Kreistagsfraktion, und versuchten, damit die CDU aufzurütteln. In der Kritik stand darin vor allem die Bundesvorsitzende Angela Merkel und ihre Politik.

Bilanz wird gezogen

Ein Jahr später zog man nun bei einer Diskussionsrunde mit dem sächsischen CDU-Generalsekretär Alexander Dierks und AfD-Stadtrat Marko Winter Bilanz. Zwar waren auch Vertreter anderer politischer Lager eingeladen worden, doch blieben sie der Veranstaltung fern. "Es wird auf alle Fälle eine neue Debattenkultur in der CDU geben", sagte Dierks mit Blick auf die neue Parteiführung ab Anfang Dezember. Steve Ittershagen nannte durchaus seinen Favoriten auf die Merkel-Nachfolge. "Ich kenne alle drei gut", sagte er. "Friedrich Merz steht für einen Neuanfang und klare Ansagen."

Nun ging es in den Freiberger Thesen auch um Energie und Wirtschaft. "Der überhastete Atomausstieg ausgerechnet des technologisch führenden Landes war durch nichts zu rechtfertigen", so Ittershagen. "Das muss man wieder lockern." Beim Thema Asyl sieht Alexander Dierks mit den Ankerzentren den richtigen Weg. Steve Ittershagen genügt das nicht. "Obwohl in Reitzenhain und Altenberg wieder stichprobenartig kontrolliert wird, es Schleierfahndungen gibt, das reicht nicht", meinte er. Die Freiberger Thesen sieht er als Anregung und Aufforderung zum Diskurs, ohne Ergebnisse vorweg zu nehmen. "Dass wir das hier vor Ort können, haben wir an diesem Abend gezeigt", resümiert er. "Ich wünschte mir mehr solche Debattenkultur, auch auf Bundesebene."



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