Er holt die Kultur nach Frankenberg

Menschen Lutz Raschke ist Geschäftsführer gleich in doppelter Funktion

Lutz Raschke mit Catrin Glücksmann von enviaM bei der Unterzeichnung eines Sponsorenvertrages für die Landesgartenschau. Rechts Jochen Heinz. Foto: Ulli Schubert

Frankenberg. Es ist ziemlich genau zehn Jahre her, als sich Lutz Raschke entschied: "Ich nehme die Herausforderung an". Der Altenhainer hatte lange überlegt, ob er seinen interessanten Job als Monteur, der ihn auch in verschiedene Ländern der Welt führte, aufgeben sollte, um am 1. Januar 2009 Geschäftsführer der Veranstaltungs- und Kultur GmbH Frankenberg/Sa. zu werden. Bereut hat er es nicht, denn Lutz Raschke hat damit sein Hobby - die Organisation von Veranstaltungen (erinnert sei an die Dorffeste in Altenhain) - zum Beruf gemacht.

Höhepunkte im vergangenen Jahrzehnt waren sicherlich die 825-Jahr-Feier in Frankenberg und die Veranstaltungen zu zehn Jahre Stadtpark. Im Veranstaltungs- und Kulturforum finden mittlerweile durchschnittlich 170 Veranstaltungen mit etwa 26.000 Besuchern im Jahr statt. "Ich halte es aber für ebenso wichtig, dass wir Veranstaltungen wie das Stadtfest und den Weihnachtsmarkt oder aber auch den Wochenmarkt etablieren konnten", sagt Lutz Raschke.

Jetzt ist er doppelter Geschäftsführer

Der nun seit geraumer Zeit auch Geschäftsführer der Landesgartenschau Frankenberg/Sa. gGmbH (LGS) ist. Wie man das schafft? "Die Aufgaben sind sich ja ähnlich, auch wenn bei der Landesgartenschau einige weitere Aspekte zu beachten sind", so der zweifache Geschäftsführer, der auch immer wieder die Leistungen und das Engagement seines Teams hervorhebt. "Außerdem ist mit Jochen Heinz von der Fördergesellschaft Sächsischer Landesgartenschauen GmbH ein sehr kompetenter, erfahrener Mann als Geschäftsführer der LGS tätig. Es ist ein gutes Gefühl, an seiner Seite zu arbeiten."

Laut Plan werden in die 8. Sächsische Landesgartenschau, die vom 20. April bis 6. Oktober 2019 in Frankenberg stattfindet, gut 24 Millionen Euro investiert, rund zehn Millionen Euro in den Naturerlebnisraum Zschopauaue und die Rad- und Gehwegbrücke über die B 169, mehr als sieben Millionen Euro in die Paradiesgärten Mühlbachtal und ökologische Gewässeraufwertung sowie 6,55 Millionen Euro in Straßen, Plätze, Brücken. Noch einmal mehr als 5,2 Millionen Euro stecken im sogenannten Durchführungshaushalt. Nur einen relativ geringen Anteil hat das Budget für das Kulturprogramm. Aber auch daran, und damit der Arbeit von Lutz Raschke und seinen Mitstreitern, werden die Besucher das Gelingen der Gartenschau messen.