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Chemnitz

Faun begeistern live auf der Burg Kriebstein

Akustik Am Samstag geben sie ein zweites Konzert

Kriebstein. 

Kriebstein. In den letzten Monaten erging es Musikern und ihren Livecrews durch die andauernde Coronapandemie nicht sehr gut. Konzerte und Festivals wurden abgesagt und keiner wusste, wie es weiter gehen würde. Auch die Paganfolk-Band Faun musste ihr Konzert in Chemnitz bereits zum zweiten Mal verschieben. Doch ließ sie sich nicht unterkriegen und stellte fünf kleine Open Air Konzerte auf die Beine. Zwei davon in Sachsen, nämlich am 18. und 19. September auf der Burg Kriebstein, etwa 40 Autominuten nordöstlich von Chemnitz entfernt.

Es war das zweite Konzert, was Faun seit dem Coronalockdown vor Live-Publikum spielte. Obwohl nur etwa 100 Personen in gemütlicher, wenn auch kühler (11 Grad Celcius) Atmosphäre, angereist waren, stellte die Band ihr musikalisches Können unter Beweis. Auch sie machten deutlich, wie froh sie waren, wieder vor einem richtigen Publikum zu stehen. Sänger Oliver, der durch den Abend führte: "Ihr wisst gar nicht, wie gut sich ein richtiger Applaus anfühlt, viel besser als vorbeifliegende blaue Daumen."

Und die Burg Kriebstein war nicht irgendeine Location. Hier entstand das Musikvideo der Band zum Lied "Feuer". Man merkte jedoch bereits am Anfang, dass einige Neuerung das Publikum erwarteten. Nicht nur, dass Fiona die Band verlassen und Adaya hinzugestoßen war, auch die sonst so hitverdächtige Setlist, wurde komplett ausgetauscht.

 

Unter dem Motto "Akustik" spielten Faun 16 Lieder aus aller Welt - von norwegischen Balztänzen zu spanischen Liebesliedern und keltischen Traditionen. Oliver erzählte so mache interessante Hintergrundgeschichte zu den Liedern, die den Songs nochmal mehr Charakter gaben, als nur plump angehört zu werden. Auch hatten die Künstler wieder zahlreiche mittelalterliche Instrumente im Gepäck. Darunter die Drehleiher, der Dudelsack, verschiedene Flöten, eine Harfe, Bouzouki, Nyckelharpa und viele mehr. Aus dem neuen Album "Märchen & Mythen" spielten sie insgesamt nur zwei Lieder (Sieben Raben und Jorinde). Wer auf Klassiker wie Alba, Walpurgisnacht, Diese Kalte Nacht oder Wenn wir uns wiedersehen hoffte, der wartete diesmal vergebens. Sicher werden sie bald wieder gespielt, aber die Akustikshows sind einmalig und besonders atmosphärisch mit etwas anderen Songs gestaltet. Vor allem das Instrumental Karuna verzauberte mit den tollen Flötenklängen. Am Samstag spielen Faun nochmals auf der Burg Kriebstein und es sind noch Tickets an der Abendkasse erhältlich. Es lohnt sich.

 

Setlist:

1. Adam Lay Ybounden

2. Rosmarin

3. Tanz über die Brücke

4. Karuna

5. Sieben Raben

6. Jorinde

7. Halling

8. Polska Fran Larsson

9. Ne Altudj El

10. Vainemoinen

11. The Market Song

12. Cuncti Simus

13. Sao Roma

14. Ynis Avalach

15. Tinta

16. Sigurdlied



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