Flöhaer Bauruinen bleiben ein ernstes Problem

rückstand Stadtverwaltung Flöha sind Hände gebunden

Flöha. 

Flöha. An den bevorstehenden Pfingstfeiertagen werden sich wieder viele Menschen an der frischen Luft bewegen und durch das Stadtgebiet von Flöha spazieren. Wer mit offenen Augen unterwegs ist, wird sehen, dass vieles Neues und Schönes entstanden ist. Aber dennoch nerven auch einige Bauruinen, die seit Jahren das Bild verschandeln.

Nach wie vor präsentieren sich unter anderem die ehemalige Baumwollspinnerei Gückelsberg, die 1376 erstmals urkundlich erwähnte Alte Mühle in Flöha-Plaue oder das ehemalige Paul-Jäkel-Erholungsheim gegenüber dem Seniorenpflegeheim "Fritzenhof" Flöha in einem katastrophalen Zustand. In diesem Zusammenhang ist auch das so genannte Chinesenviertel im Ortsteil Falkenau zu nennen.

Privatbesitz verhindert aktiv werden

Dabei handelt es ich um eine kleine Anzahl leer stehender Mehrfamilienhäsuer, die früher von Arbeitern der Baumwollspinnerei bewohnt wurden. Die Immobilien an der Ernst-Thälmann-Straße verfallen mehr und mehr, das Areal wächst immer dichter zu. So ist es nicht verwunderlich, dass bei den Einwohnern der Unmut über diese Situation wächst. Der Stadtverwaltung Flöha sind diese Zustände durchaus bekannt. Die Grundstücke wurden längst in das Brachenkataster der Stadt aufgenommen. Dennoch sind den Entscheidungsträgern im Rathaus die Hände gebunden.

"Bei allen genanten Fällen handelte es sich um Grundstücke, die sich in Privatbesitz befinden. Deshalb ist es uns aktuell nicht möglich, aktiv zu werden", sagte Bauamtsleiter Andre Stefan vom Flöhaer Bauamt. Immerhin sei es der Stadt Flöha in der jüngeren Vergangenheit gelungen, das Gelände der ehemaligen Buntpapierfabrik zu erwerben. Nunmehr könne die Verwaltung in Verbindung mit dem Stadtrat selbst entscheiden, wie es künftig mit dieser Immobilie weitergeht.