Forderung: Knabenchor muss weiter bestehen

Kultur Wolfgang Eger hält Auflösung des Ensembles für nicht gerechtfertigt

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Freiberg. Anfang des Monats wurde bekannt, dass der Freiberger Knabenchor aufgelöst werden soll, weil zum einen dessen Leiter, Andreas Reuter, seine sechsjährige Tätigkeit zum Ende des Schuljahres beenden möchte und zum anderen Knaben- und Männerstimmen fehlen.

"Es hat mich schwer getroffen, als ich den Beitrag in der Freien Presse las", so Wolfgang Eger, heute Kantor in Eppendorf. Er hat den Freiberger Knabenchor 1993 gegründet und zu einem gefragten Ensemble gemacht, das nicht nur in Mittelsachsen bekannt ist. Deutschlandweit und und in anderen Ländern Europas ist es inzwischen aufgetreten. Im Januar 2011 hatte er das Dirigat an Andreas Reuter weitergegeben.

Gerade die hohe Qualität des letzten Auftritts des Knabenchors in der Kirche zu Glashütte hat Wolfgang Eger darin bestärkt, dass der Knabenchor erhalten bleiben muss.

Ehemaliger Chorleiter hält die Auflösung für unverantwortlich

"Eine Auflösung des Freiberger Knabenchores halte ich nach dieser Leistung im Glashütter Konzert für höchst unverantwortlich. Dies ist mit keinen Argumenten zu rechtfertigen. Es sollte eine gemeinsame Lösung mit der Stadt Freiberg, dem Landkreis und weiteren Gremien gefunden werden, um möglicherweise die Trägerschaft des Knabenchores neu zu koordinieren und nicht nur der Musikschule Mittelsachsen allein zu überlassen wie bisher", so Wolfgang Eger, den viele Fragen im Zusammenhang mit der Auflösung des Chores umtreiben und der nichts unversucht lassen will, die Auflösung zu verhindern.

"Alle Institutionen, wie die Stadt Freiberg, der Landkreis Mittelsachsen, die Musikschule der Mittelsächsischen Kulturgesellschaft, Silbermanngesellschaft und der Kulturraum Mittelsachsen/Erzgebirge sollten in die Verantwortung mit einbezogen werden."