Frankenberg erinnert sich an die Seestadt-Zeit

Kultur Skulpturenpfad nimmt seine endgültige Gestalt an

Frankenberg. 

Frankenberg. In der vergangenen Woche wurde der Skulpturenpfad um ein weiteres Kunstwerk vervollständigt. Auf dem Dammplatz kann ab sofort eine Landkarte von Frankenberg aus dem Jahre 1790 aus den Sächsischen Meilenblättern in Form eines Fliesenmosaiks betrachtet werden. Zu entdecken sind die großen Teiche vor der Stadt. In zahlreichen Abbildungen aus dieser Zeit spiegelte sich Frankenberg in den Wasserflächen wie eine Seestadt.

Das Werk stammt vom Künstler Matthias Braun aus Hamburg. Ein zufälliger Zusammenhang ist dem gewählten Material geschuldet: Das Fliesenraster wird zugleich zum Kartenraster des historischen Kartenmaterials. Erst jüngst wurde im Friedenspark ein "Hamilton Würfel" des Künstlers Thomas Haufe aufgestellt, während im Mühlbachtal eine vierteilige Skulptur des Holzgestalters Tobias Michael ihren Platz fand. Es erinnert an ein Wasserrad und dieses wiederum an die ehemalige Wassermühle. Schon Ende März hatte in der Konche des Martin-Luther-Gymnasiums Haus II eine Bronzebüste des Dramatikers Heiner Müller ihren Platz gefunden, die von Professor Ullrich Eißner geschaffen wurde.

Damit wird der Kunstrundweg langsam vollendet. In den nächsten Wochen folgen noch zwei weitere Kunstwerke, dann lädt der komplette Skulpturenpfad mit seinen unterschiedlichsten Werken zum Erkunden der Stadtgeschichte auf eine ganz besondere Art und Weise ein. Die insgesamt 20 Kunstwerke werden durch einen kleinen Text auf Bronzeschildern erklärt. Dieser beschreibt die historische Besonderheit und die Eckdaten der künstlerischen Arbeit. Für eine ausführlichere Beschreibung werden Informationen mittels QR Code verlinkt.