Freiberg-Most: Rollen hier bald wieder die Züge?

Bahnlinie Tschechische Konsulin macht sich ein Bild vor Ort

Holzhau. 

Holzhau. In der vergangenen Woche besuchte die Generalkonsulin der Tschechischen Republik, Markéta Meissnerová, gemeinsam mit Michal Fridrich, Leiter der Abteilung Internationale Verbindungen beim Verkehrsministerium der Tschechischen Republik in Prag das Rathaus Rechenberg-Bienenmühle, den Holzhauer Prellbock sowie die Grenzbrücke in Moldava. Dabei ging es um den etwaigen Lückenschluss der alten Bahnstrecke von Freiberg über Holzhau und Moldava bis nach Most.

Der Besuch zeigte, dass das Thema Lückenschluss inzwischen selbst in Prag große Aufmerksamkeit erregt und die tschechische Seite mittlerweile eine gewisse Erwartungshaltung an den Freistaat Sachsen hat.

Insgesamt fehlen 8,3 Kilometer

Für das Projekt macht sich bekanntlich auch der Sprecher der IG Muldentalbahn, der Landtagsabgeordnete Steve Johannes Ittershagen stark. "Die Tschechen sind in Sachen Moldava-Bahn in Vorleistung gegangen, und dem sollte man auch Sachsen Rechnung tragen", sagte er nach den Gesprächen. "Zeitnah werde ich mich um die Finanzierung eines neuen Gutachtens für das fehlende 8,3 Kilometer lange Stück kümmern. Des Weiteren wird eine zweiseitige Zustimmungserklärung von Verantwortungsträgern beiderseits der Grenze vorbereitet. Wir werden auch alle, die im Bereich gewisse Interessen haben, mit ins Boot holen."

Seit über 45 Jahren ist hier Stillstand

In Begleitung des Besuches aus der Tschechischen Republik waren seitens des SMWA Dresden die Herren Henrik Saske und Frithjof Mielke sowie Jens Bürger von der Landeseisenbahnaufsicht Sachsen, welche ihrerseits die Möglichkeiten zur Renaissance der Gesamtstrecke ausloteten.

Insgesamt dürfte dieser Besuch, der auch in den tiefen Schnee der Grenzwälder führte, sicher den sächsisch-böhmischen Beziehungen gut getan haben. Die Bahnstrecke Freiberg - Most wurde bereits 1972 eingestellt.