Freiberger Eisenbahn: Vertrag wird verlängert

Infrastruktur Bis 2022 soll die Linie in Betrieb bleiben

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Sandy Ehring, Harald Neuhaus, Steve Johannes Ittershagen und Mathias Korda, Geschäftsbereichsleiter beim VMS, freuen sich darüber, dass die Freiberger Eisenbahn auch die kommenden Jahre über rollen wird. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Es sah über einen längeren Zeitraum nicht wirklich gut aus für den Fortbestand der Freiberger Eisenbahn, welche die Strecke zwischen der Silberstadt und Holzhau mit Halten etwa in Lichtenberg, Mulda und Rechenberg-Bienenmühle bedient. Ende 2019 sollte der bestehende Vertrag auslaufen, Zukunft danach ungewiss.

Doch nun kommt im positivsten Sinne Bewegung in die Situation. Bereits im Dezember nämlich fasste die Verbandsversammlung des Verkehrsverbundes Mittelsachsen den Beschluss, mit der Freiberger Eisenbahn über einen neuen Verkehrsvertrag auf der Strecke der Muldentalbahn zu verhandeln.

Bestfall: Im Frühsommer ist alles fertig

"Das ist möglich geworden durch eine Ausnahmeregelung im EU-Vergaberecht", erläutert Harald Neuhaus, Geschäftsführer des VMS. Danach können Schienenpersonennahverkehrsleistungen in geringfügigem Umfang direkt beauftragt werden. Man sei momentan schon intensiv dabei, den Vertrag auszuhandeln. "Geht alles gut, können wir im Frühsommer den Abschluss verkünden", so Harald Neuhaus.

Seit November 2000 ist die Freiberger Eisenbahn auf der Strecke unterwegs. Dass es nun weitergehen soll, freut natürlich alle. "Das zeigt uns, dass wir als Verkehrsunternehmen in den vergangenen Jahren vieles richtig gemacht haben", sagt Sandy Eyring, Geschäftsführerin der Freiberger Eisenbahn. Eine vertragliche Einigung bringe sowohl für die Passagiere als auch für die Mitarbeiter des Unternehmens Sicherheit.

Auch die Fahrtentaktung soll sich ändern

Sollte alles gut gelingen, wird auch über eine kundenfreundlichere Taktung nachgedacht. Auch soll ein weiterer Halt in Rechenberg-Bienenmühle hinzukommen. Schon vor geraumer Zeit hat sich der Freiberger Landtagsabgeordnete Steve Johannes Ittershagen der Situation angenommen. So war er Mitinitiator der Interessengruppe zur Erhaltung der Freiberger Muldentalbahn.

Wie sich die Dinge nun entwickeln sieht er als ein gutes Zeichen für den ländlichen Raum. "Wenn alle Partner auf allen Ebenen an einem Strang ziehen, kann auch so ein schwieriges Thema im Interesse der Bürger gelöst werden", so Ittershagen

"Nun gilt es, die Attraktivität beispielsweise durch zeitgemäße Bahn-Bus-Umschnittstellen so weit zu steigern, dass stetig mehr Einwohner der Region und Touristen unsere Bahn nutzen." Die Verlängerung des Vertrages bis einschließlich 2022 sein wichtiger Schritt.