Geldinstitut fasst Filialen zusammen

Neuorganisation Reaktion auf gesellschaftlichen Wandel

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Die VR-Bank Mittelsachsen, hier eine Filiale der Zentrale in Freiberg, legt mehrere Geschäftsstellen der Region zusammen. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Die VR-Bank Mittelsachsen reagiert mit dem Zusammenschluss mehrerer Geschäftsstellen in der Region auf den gesellschaftlichen Wandel. Nötig werde dies vor allem durch einen in den letzten Jahren zu beobachtenden, immer stärker werdenden gesellschaftlichen Schub, der sich besonders in einem veränderten Kundenverhalten ausdrücke. Vor allem die Möglichkeiten der Online-Nutzung von Konten werde immer intensiver genutzt, wobei das Geldinstitut den Trend nach eigenen Angaben nicht verpasst habe.

Neuer Trend - Onlinekonto

Etwa 50 Prozent der Privat- und rund 85 Prozent der Firmenkunden wiesen ein Online-Konto auf, wird mitgeteilt. Man geht davon aus, dass sich diese Entwicklung weiter fortsetzen werde. Hinzu kommen die derzeitige Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank sowie strengere Regularien der Bankenaufsicht. Alles zusammen wirke sich zunehmend auf die Rentabilität aus. Deshalb werden zum 31. Oktober folgende Geschäftsstellen in der Region mit anderen zusammengeschlossen: Eppendorf geht mit Oederan gemeinsam und Rechenberg-Bienenmühle wird mit Frauenstein und Mulda zusammengeführt. Die Geschäftsstelle Ostrau bindet sich an die Geschäftsstellen Döbeln und Lommatzsch.

Der Schritt sei auf Grundlage verschiedener Analysen unabdingbar geworden. "Um fortwährend die gute Qualität und Leistung für die Kunden sicherzustellen, ist eine marktorientierte Umstrukturierung notwendig", teilt die VR-Bank Mittelsachsen mit. In die Untersuchungen sei auch die derzeitige demografische Entwicklung eingeflossen.