"Generationswechsel ist auch eine Zäsur"

Feier Vorstandsvorsitzender der Wohnungsgenossenschaft Jürgen Bellmann verabschiedet sich

Freiberg. 

In einem Abschied schwingt oft auch ein Stück Wehmut mit. So auch bei der Veranstaltung im Freiberger Tivoli am Mittwoch dieser Woche, als der Aufsichtsrat der Wohnungsgenossenschaft geladen hatte, um ihren langjährigen Vorstandsvorsitzenden Jürgen Bellmann in den wohlverdienten Ruhestand zu verabschieden. Gefolgt waren der Einladung trotz des widrigen Wetters viele, die in der Vergangenheit gemeinsam mit Jürgen Bellmann Verantwortung getragen haben, ob aus der Wirtschaft oder der Politik. Alle nutzten die Gelegenheit, sich für die gute und wichtige Arbeit zu bedanken, mit der Jürgen Bellmann über lange Zeit wesentlich zum Wachsen und Gedeihen Freibergs beigetragen hat. "In meiner Amtszeit haben eigentlich Jubiläen Konjunktur", scherzte Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm, der in seiner Rede herausstellte, in welcher Weise sich die Wohnungsgenossenschaft auch ihrer sozialen Verantwortung gestellt hat. "Zusammen mit dem Verein Lichtpunkt wurden viele Wohngebietsfeste organisiert, die den Zusammenhalt der Menschen festigten." Für ihn stelle sich die Wohnungsgenossenschaft als ein Mikrokosmos innerhalb der Stadt dar. Doch auch in die Zukunft blickte Schramm. "Es ist nicht nur ein Generationswechsel, sondern eine Zäsur", sagte er. "Neue Fragen brauchen neue Antworten." Diese gibt ab Januar 2013 Bellmanns Nachfolger als Vorstandsvorsitzender Peter Bayer. Neben Jürgen Bellmann erfuhren die ebenfalls ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Gottfried Jäckel, Konrad Reichelt und Klaus Hoffmann eine gebührende Würdigung ihrer jahrzehntelangen Arbeit.