Grüner Schlossplatz: Robert Habeck zu Besuch in Freiberg

Veranstaltung Über 300 Interessierte stellten Fragen

Freiberg. 

Freiberg. Es gehe beim aktuellen Wahlkampf in Sachsen so wie noch nie seit 30 Jahren darum, wie es hierzulande weitergehen soll, rief Wolfram Günther, Spitzenkandidat der sächsischen Grünen, am vergangenen Dienstag den mehr als 300 Interessierten auf dem Freiberger Schlossplatz zu.

Dass so viele zu einer Wahlkampfveranstaltung kamen, zu welcher der Direktkandidat im Wahlkreis, Markus Scholz, eingeladen hatte, lag wohl auch an dem zweiten prominenten Redner an diesem Abend. Denn mit Robert Habeck war nicht nur der Bundes-Co-Vorsitzende der Partei in die Silberstadt gekommen, sondern auch der momentane Popstar des Politikbetriebes. Dieser zeigte sich von der Resonanz sehr erfreut. "Es ist für uns Grüne eine ungewohnte Situation, das gebe ich zu", sagte er.

"Wir haben hier mit der bündnisgrünen Tradition einen Schatz im Osten"

Höhenflüge bei den Umfragen, kein nach außen dringender Streit und mit dem Klimaschutz schon immer das angesagte Thema auf den Plakaten. Doch die Wahl im Freistaat stellt auch für die derzeit Erfolgsverwöhnten eine wichtige Hürde dar, weshalb Habeck tief in die Geschichtskiste griff. "Wir haben hier mit der bündnisgrünen Tradition einen Schatz im Osten", rief er, daran erinnernd, welchen Stellenwert Grüne bei den friedlichen Umwälzungen vor 1989 hatten.

Er und Wolfram Günther gaben ausführlich Antworten. Diese streiften Probleme der Umwelt, des Radwegebaus oder Waffenbesitzes. Auch die Frage nach taktischen Wahlentscheidungen wurde aufgeworfen. Und Wolfram Günther gab klar vor, dass auch die Erststimmen grün sein sollten, denn es werde jede einzelne gebraucht.