Hier kann der "Mars" bestaunt werden

Ausstellung Wertvolles Kulturgut in Freiberg

Freiberg. 

Freiberg. Es war ein bewegender Augenblick, als am Mittwochabend der berühmte "Mars" von Giambologna aus dem Jahr 1587 im Freiberger Stadt- und Bergbaumuseum erstmals nach vielen Jahrzehnten in Sachsen der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Er gehört zu einem Quartett mit noch drei weiteren mythologischen Skulpturen, welche sich im Besitz der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden befinden.

Im Jahr 1924 war der Mars von ihnen getrennt worden und über manchen Umweg in den Besitz des Unternehmens Bayer gekommen, welches ihn im vergangenen Jahr bei Sothebys in London versteigern lassen wollte. Eher zufällig erhielten die Staatlichen Kunstsammlungen davon im Vorfeld Kenntnis, wie deren Generaldirektorin Marion Ackermann zur Eröffnung der Ausstellung erzählte.

Nun reist der Mars durch den Freistaat

Dass der Mars auf ewig im Ausland verschwinden sollte, musste unbedingt verhindert werden. Einer gemeinsamen Anstrengung von Bund, Freistaat, zweier Stiftungen und einer Privatperson ist es zu verdanken, dass diese Entwicklung gestoppt wurde. Der Mars kehrte heim nach Dresden und wird nun zum ersten Mal öffentlich in Freiberg ausgestellt, von wo aus er durch den Freistaat reist bevor er zu seinen drei "Verwandten" nach Dresden zurückkehrt. An der Präsentation nahmen Kulturstaatsministerin Monika Grütters und Ministerpräsident Michael Kretschmer teil.

Der Mars ergänzt die Sonderausstellung "Freibergs Silber - Sachsens Glanz", die bis zum 31. März verlängert wurde. "Außerdem ist das die Generalprobe für das Kombi-ticket mit dem Dom", sagt Museumsdirektorin Andrea Riedel. Denn wer dieses erwirbt kann neben dem Museum auch die Grablege der Wettiner besuchen. Ist erst der neue Eingangsbereich des Museums fertiggestellt, soll das Kombiticket fester Bestandteil des Angebotes werden.