Holzkunst: Raritäten aus dem Erzgebirge

tradition Bergmann und Engel im Advent fest vereint

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Im Vordergrund Engel von Anette Beyer, im Hintergrund Volker Beyer bei der Arbeit. Foto: Ulli Schubert

Erzgebirge. Das Erzgebirge hütet einen einzigartigen Schatz: Einst brachten die Schätze unter der Erde - Silber, Zinn und Kobalt - der Region Wohlstand und Ansehen. Heute machen die reichen Traditionen, die mit dem Bergbau aufs Engste verbunden sind, das Erzgebirge zu einem ganz besonderen Landstrich. Auch die einzigartige Holzkunst ist untrennbar mit dem Bergbau verbunden, was sich in vielen bergmännischen Figuren widerspiegelt: vom hölzernen Erzgebirgsbotschafter Picus, der in diesem Jahr als Obersteiger erscheint, über Nussknacker in Bergmannstracht bis hin zu Figuren von historischer Detailtreue und dem großen Bergmann von Wendt & Kühn, den die Grünhainichener Traditionsmanufaktur in diesem Jahr als Rarität auflegt.

Der Begleiter des Bergmanns ist seit jeher der Engel. In der erzgebirgischen Tradition verkörpert er die liebende Frau, die den Bergmann bei seiner Heimkehr aus dem dunklen Stollen mit einem hellen Licht empfängt. Heute zieren Engel und Bergmann in der Weihnachtszeit zahllose Fenster im Erzgebirge. Der Engel schmückt sich dabei auch gern mit einem besonderen Kleid - in bunten Regenbogenfarben, in eleganter roter Robe oder im edlen Spitzenkleid mit echter Plauener Spitze. Manch einer gestaltet sich auch seine Engel selbst, so wie sie Anette Beyer aus Langenau jüngst beim Volks-Kunst-Handwerkermarkt im Oederaner Spital den Besuchern vorstellte. Ganz besondere Engel kann man auch beim lebendigen Adventskalender am 11. Dezember in der Villa Gückelsberg treffen. Nämlich jene, die den Namen Sternkopf tragen.