Jan Hus kehrt bald nach Freiberg zurück

Restaurierung Zahlreiche Aktivitäten des Stadt- und Bergbaumuseums

Freiberg. 

Freiberg. Es tut sich vieles im und am Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg. Nicht nur, dass die Arbeiten am modernen Zwischenbau, der in Zukunft den neuen Eingangsbereich des Hauses bilden soll, voranschreiten. Es laufen auch hinter den Kulissen zahlreiche Vorbereitungen für eine Neugestaltung der Ausstellungsräume. Zudem ist gerade eine neue Sonderausstellung unter dem Titel "Silberbilder - Bergbaukultur im Medienwandel" eröffnet worden. Außerdem soll im kommenden Jahr die Landesausstellung zur Industriekultur, bei der die Reiche Zeche mit dem Silberbergwerk ein Satellitenstandort ist, flankiert werden. Danach wird das Museum für die Neugestaltung geschlossen und eröffnet erst 2022 wieder in voller Pracht.

Ein wesentliches Restaurierungsprojekt befindet sich in diesen Tagen allerdings schon auf der Zielgeraden. Im Dezember 2018 nahm man sich die Wiederherstellung eines großen Holzschnittes vor, welcher den Reformator Jan Hus zeigt und der aus der Cranach-Werkstatt stammt. Dieses aufwendige Projekt wird derzeit in Zusammenarbeit mit der Ernst von Siemens Kunststiftung und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart verwirklicht, wobei die Studentin Leonie Müller sich seither intensiv um die Restaurierung kümmert. Ihre Arbeit daran lässt sich in einem Blog auf der Internetseite des Stadt- und Bergbaumuseums mit verfolgen. Derzeit ist zu lesen, dass durch das Wässern des Druckes viel Schmutz und Klebereste entfernt werden konnten. Eine der größten Herausforderungen nach der Trockenlegung war die Abnahme des Druckes von der Leinwand. In diesem Herbst nun sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Nach seiner Rückkehr nach Freiberg kann der "neue" Jan Hus für kurze Zeit von der Öffentlichkeit bewundert werden.