Klöppeln ist mehr als Kissenverzieren

Präsentation Sonderschau des Klöppelzirkels Ringethal

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Ilse Schneidenbach (links) und Beate Brückner vom Klöppelzirkel Ringethal. Foto: Uwe Schönberner

Mittweida/Ringethal. Eine neue Sonderausstellung ist seit wenigen Tagen im Dachgeschoss des Museums "Alte Pfarrhäuser" Mittweida, Kirchberg 3, zu sehen: Der Klöppelzirkel Ringethal feiert seinen 30. Geburtstag und präsentiert hier seine Entwicklung und viele Klöppelarbeiten, die in den drei Jahrzehnten des Bestehens des Zirkels von den Mitgliedern geschaffen wurden.

Ein Zirkel mit 16 Leuten

"Mit der Ausstellung wollen wir auch die vielen Vorurteile, die es gegen das Klöppeln gibt, etwas abbauen. Klöppeln ist nämlich mehr als Deckchen herstellen und Kissen verzieren", sagte Beate Brückner, die stellvertretende Leiterin des aktuell 16 Mitglieder zählenden Handarbeitskreises - übrigens 15 Frauen und ein Mann.

Hunderte Exponate zu bewundern

Neben rund 370 Exponaten wird auch auf die Entwicklung des Zirkels eingegangen. So ist beispielsweise dokumentiert, dass der Zirkel 1988 als "Hervorragendes Volkskunstkollektiv" ausgezeichnet wurde. Das wurde alles von Claus Schneidenbach, dem organisatorischen Leiter des Zirkels, akribisch zusammen getragen und gestaltet.

"Geklöppelter Schmuck liegt im Trend"

Aber auch aktuell macht der Verein von sich reden: So ist bereits im Dezember 2016 ein Beitrag über den Ringethaler Klöppelzirkel in der Fachzeitschrift "Klöppeln mit Juliane" erschienen, in diesem Monat soll ein weiterer Artikel über die Ringethaler erscheinen. "Aktuell liegt geklöppelter Schmuck im Trend", weiß Beate Brückner. Die Mitglieder treffen sich übrigens monatlich in der Ringethaler Kita, um sich auszutauschen und Projekte abzustimmen.

Zu sehen ist die Ausstellung, die noch durch eine Fingerhut-Sammlung von Zirkelmitglied Brunhilde Thierbach abgerundet wird, bis zum 19. November. Weitere telefonische Informationen unter 03727 3450.