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Kröten und Co. wird geholfen

Schutz Zäune sind errichtet und werden täglich kontrolliert

Wechselburg . Letzte Woche bauten die Mitarbeiter der Naturschutzstation Weiditz die mobilen Leiteinrichtungen zum Schutz von Amphibien an der Straße zwischen Wechselburg und Mutzscheroda auf. Das gleiche geschah auch an vielen weiteren Orten.

Organisiert wird dies von der unteren Naturschutzbehörde mit Hilfe der Straßenmeistereien, der betroffenen Städte und Gemeinden und unterstützt durch ehrenamtliche Helfer, den Naturschutzstationen Weiditz und NABU Verbände.

70 Eimer sind zu kontrollieren

Nun heißt es beispielsweise für Angela Schubert, Stationschefin der Naturschutzstation Weiditz jeden Morgen gegen 7 Uhr die 70 Fangeimer zu kontrollieren. "Wir betreuen auch noch einen Abschnitt in Elsdorf. Insgesamt sind es 900 Meter an den beiden Standorten", erklärt sie während sie mit einem langen Stock vorsichtig im Eimer das Laub bei Seite schiebt.

Käfer, Regenwürmer auch manchmal eine Maus müssen befreit werden. Umso größer ist jedoch die Freude, wenn sich Frösche, Erdkröten oder Molche im Eimer befinden. Heute entdeckt sie im Eimer Nr. 40 einen braunen Frosch. Nach genauem Hinsehen erkennt sie, dass es sich um einen Springfrosch handelt. Und drei Eimer weiter warten noch zwei Erdkröten auf ihre Befreiung und den gefahrlosen Transport über die viel befahrene Straße.

Es werden immer weniger Amphibien

Wenn es feucht und regnerisch ist und die Temperaturen über fünf Grad klettern, setzt die große Krötenwanderung ein. Wichtig ist bei der Kontrolle der Eimer auch die genaue Erfassung wo und was für ein Tier gefunden wurde. "Das gibt Aufschlüsse über die Artenvielfalt und die Menge. Leider sind die Zahlen rückläufig", erklärt die Naturschützerin.

Es kommt auch vor das sich Waschbären aus den Eimern bedienen, dann bleibt nur noch die Haut der Frösche übrig. Das ist aber zurzeit noch selten. Haben die Amphibien ihr Laichgewässer erreicht, verbleiben sie dort meist den ganzen Sommer und kehren erst im Herbst wieder in den Wald zurück.

In diesem Jahr mussten die Zäune auf Grund der milden Temperaturen zeitiger als sonst aufgebaut werden. Allerdings gab es auch schon Verzögerungen wie 2013. Damals wurden erst am 13. April die Eimer eingegraben.

Insgesamt sind im Landkreis Mittelsachsen 27 Konfliktpunkte zu betreuen. 2019 wurden 11.562 Exemplare gerettet.

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