Martin Schulz will ländlichen Raum stärken

Wahlkampf Kanzlerkandidat besucht Bildungseinrichtung in Halsbrücke

Kanzlerkandidat Martin Schulz während seines Statements nach dem Besuch der saxonia-Bildung in Halsbrücke. Foto: Wieland Josch

Halsbrücke. Der Bundestagswahlkampf läuft und kommt schnell auf Hochtouren. Am Dienstag dieser Woche machte sich der SPD-Parteivorsitzende und Kanzlerkandidat Martin Schulz auf zu einer Tour durch Sachsen und Thüringen.

Seine erste Station war dabei die gemeinnützige Bildungseinrichtung "Saxonia-Bildung" in Halsbrücke. Gemeinsam mit Sachsen Wirtschaftsminister Martin Dulig, Landesspitzenkandidatin Daniela Kolbe und der Wahlkreiskandidatin Simone Raatz ließ sich Martin Schulz dabei von Geschäftsführer Martin Ferkinghoff über Geschichte und Aufgaben der Einrichtung informieren.

Bildungspolitisch hat die SPD einiges geplant

Vorab hatte Ferkinghoff schon gestanden, dass er sich sehr über diesen Besuch freue. "Gerade bildungspolitisch hat sich die SPD ja einiges auf die Fahnen geschrieben", sagte er. Man könne nun dem Spitzenkandidaten ein Bild davon vermitteln, wie es tatsächlich in puncto Ausbildung stehe. Bei seinem Rundgang suchte Schulz den direkten Kontakt mit den Auszubildenden, ließ sich von ihnen ihre Tätigkeit erklären, packte selbst auch mal mit an.

"Man muss immer wieder darauf hinweisen, dass in unserem Land gerade einmal 20 Prozent aller Betriebe ausbilden", sagte er. "Ich will die Unternehmer Deutschlands dazu ermutigen, wieder mehr junge Leute auszubilden und hinterher in den Betrieb zu übernehmen." Ganz so einfach sei das nicht, wie er wisse.

Wert der Ausbildung anerkennen

Besonders gehe es künftig darum, den Wert, den eine Ausbildung habe, hervorzuheben. Eine um sich greifende Akademisierung der Gesellschaft bringe mehr Probleme mit sich und führe in eine Sackgasse.

Vor dem Hintergrund der Solarworld-Insolvenz machte Schulz deutlich, dass eine Stärkung des ländlichen Raumes ein Ziel seiner möglichen Kanzlerschaft sei. "70 Prozent aller Menschen wohnen in solchen Regionen", stellte er fest. Dem müsse Rechnung getragen werden, indem mehr für die Attraktivität ländlichen Raumes getan werde.



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