Millioneninvestition: Silberstadt erwirbt ihren Bahnhof

Kauf Stadtradt gibt Zustimmung zu Sanierungsprojekt

Freiberg. 

Freiberg. Der Freiberger Bahnhof ist schon seit vielen Jahren nicht mehr das einladende Tor zur Silberstadt, durch welches Besucher, die mit dem Zug anreisen, gerne schreiten. Schon von außen ist das Gebäude als "Schmuddelkind" erkennbar. Hinzu kommt, dass das Areal durch eher ungern gesehene Gäste immer mehr verdreckt. Verschiedene private Besitzer hatten in der Vergangenheit angekündigt, das ändern zu wollen, meist mit hochgreifenden Plänen. Aus allen ist nichts geworden.

Nach Monaten eine Einigung erzielt

Kein Wunder, dass die Stadtverwaltung immer wieder von Bürgern gefragt wurde, was denn nun mit dem Bahnhof werden solle. Schließlich hat man sich im Rathaus zum Handeln entschlossen. Immer wieder, so Oberbürgermeister Sven Krüger, habe man dem aktuellen Besitzer Angebote unterbreitet, doch seien die nicht angenommen worden. In den vergangenen Monaten, nachdem durch Begehung und Experteneinschätzung klar geworden war, dass der Bahnhof eine Millioneninvestition benötigt, um erhalten zu bleiben, gab es endlich eine Einigung.

17,3 Millionen für Sanierung eingeplant

In der letzten Sitzung der Legislatur gab nun auch der Freiberger Stadtrat grünes Licht für den Kauf des Gebäudes plus dazu gehörenden Flächen. Damit ist gewährleistet, dass in der Zukunft eine deutliche Besserung eintreten wird. "Niemand sollte aber annehmen, dass von jetzt auf gleich alles fertig wird", stellt Baubürgermeister Holger Reuter klar. "Wir werden so schnell wie möglich die Dinge, die sofort zu machen sind, erledigen."

Dazu gehört zunächst einmal eine bauliche Sicherung. Generell, so Reuter, könne man aber mit einer Bauzeit von bis zu fünf Jahren rechnen. Insgesamt sind 17,3 Millionen Euro für die Sanierung veranschlagt. Hinzu kommt die Kaufsumme von mehr als einer Million Euro. Doch werde damit der letzte große bauliche Notstand in Freiberg behoben.