Mini-Ideenwettbewerb würdigt Gründergeist

Verleihung Gründernetzwerk Saxeed vergibt Preise an Teams und Tüftler

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Rocco Haustein (l.) vom Gründernetzwerk Saxeed und Ivo Herzog (M.) vom Technologiegründerfonds Sachsen gratulieren dem Enactus Team von Antonia Helf (r.) zum Sieg. Foto: Wieland Josch  Foto: Wieland Josch

Freiberg. Wer sich schon immer einmal gefragt hat, wie aus so manch kleiner Idee einmal ein großes Projekt wird, der hatte in der vergangenen Woche Gelegenheit, zumindest ein wenig darüber zu lernen. Denn das Gründernetzwerk Saxeed, welches auch an der TU Bergakademie Freiberg aktiv ist, vergab am Donnerstag an der Neuen Mensa zum mittlerweile achten Mal die Preise in seinem Mini-Ideenwettbewerb. Dabei sollte man den Begriff "Mini" nicht allzu sehr kleinreden. Denn gemeint ist damit wohl eher allein die Ausgangssituation. Was schließlich aus der Idee wird, kann manchmal ziemlich umfangreich werden. Das verdeutlicht wohl niemand so sehr wie das Siegerteam "Enactus" der Ressourcenuniversität.

Nicht ganz neues Prinzip im Einsatz

Die Mannschaft rund um die 21-jährige Studentin der Verfahrenstechnik Antonia Helf errang die Siegprämie mit der Idee "Fairment". Dabei geht es um die Versorgung von Haushalten in den ländlichen Gebieten Afrikas mit eigenen Biogasanlagen. "Das Prinzip ist ja eigentlich nicht ganz neu", gesteht Antonia Helf. "Biogasanlagen gibt es hierzulande längst in der Landwirtschaft." Neu an ihrem Konzept ist allerdings die Anpassung an einen einfachen Haushalt. Grundlage bildet auch hier ganz normaler Kuhmist, der zunächst mit Mikroorganismen versetzt wird. Hinzu kommen dann menschliche Fäkalien. Ziel ist sozusagen eine Toilette, welche nicht nur für eine Verbesserung der hygienischen Verhältnisse sorgt, sondern zudem das Gas für den Betrieb der heimischen Kochstelle liefert.

Ab Herbst wird Projekt veröffentlicht

"Nach einem Vorprojekt im Benin knüpfen wir jetzt Kontakte in Kenia", so Helf. Die Technik wurde soweit entwickelt, dass ihr Vorteil vor allem darin besteht, dass sie stets den jeweiligen Gegebenheiten angepasst werden kann. Ab Herbst soll das Projekt im Saxeed-Intensivförderprogramm verwirklicht werden. Dem Enactus-Team wurde der erste Preis des Wettbewerbes auch zuerkannt, um ihm noch einen weiteren Schub zu verleihen. Der Technologiegründerfonds Sachsen stiftete dafür 100 Euro Startkapital und das Team erhält zudem eine Wild Card für das Inkubatorenprogramm des Gründernetzwerkes.