Morsen: Aus Mittelsachsen in die Welt

Bildung Vereine bieten Kindern ein interessantes Ferienerlebnis

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Horst Möbius, Enrico Richter und Erzieherin Stephanie Schwarzbold helfen den Hortkindern beim Zusammenbau der Morsepiepser.Foto: Ulli Schubert

Frankenberg. Einen spannenden Vormittag erlebten die Kinder des Hortes der Astrid-Lindgren-Grundschule am letzten Osterferientag. Auf Einladung des Bildungsvereins Frankenberg waren einige Mitglieder des Funkvereins Mittweida gekommen, um mit den Kindern ein Morsegerät zu basteln. Unter ihnen Enrico Richter, der als Elektroniker arbeitet und dessen Sohn eine zweite Klasse der Grundschule besucht.

Möglichkeiten sind vielfältig

"Die kleinen Bausätze wurden von einem Vereinsmitglied entwickelt. Sie wurden im DRK-Zeltlager in Seifersbach zum ersten Mal mit Kindern zusammengebaut und ebenso in den Winterferien mit Kindern im Schülerfreizeitzentrum Mittweida. Die Kinder lernen dabei etwas von Elektrik und von Physik und können nicht zuletzt handwerkliche Fertigkeiten entwickeln", erläutert er.

"Das Schöne an unserem Hobby ist, dass man Menschen in aller Welt kennenlernen und immer wieder etwas Neues bauen kann." Die Möglichkeiten der Verständigung sind nämlich sehr vielfältig und sind mit den Morsepiepsern, wie die Kinder sie mit viel Elan bauten, längst nicht ausgereizt.

Club trifft sich regelmäßig

Der Ortsverband Mittweida ist Mitglied des Deutschen Amateur-Radio Clubs. "Der Verein wurde bereits 1924 an der Hochschule in Mittweida gegründet. Heute sind wir etwa 40 Mitglieder, darunter ist als Jüngster auch ein Student", erklärt Horst Möbius, der als Rentner ein sinnvolles Hobby suchte. "Wir treffen uns jeden Mittwoch im Klub an der Hochschule." Zum Vereinsleben gehören unter anderem Clubabende, Antennenbau, Wettbewerbe und verschiedene andere Projekte. So wird am Himmelfahrtstag zu einer Fuchsjagd eingeladen.

Morsen ist immer noch "in"

Das Morsen findet übrigens trotz der Möglichkeiten der digitalen Welt auch heute noch bei der Bundeswehr Anwendung. "Es ist durch Störungen von außen viel weniger anfällig", erklärt Enrico Richter. Die Funkamateure stehen übrigens bei Katastrophen und Notfällen bei Bedarf auch den Behörden zur Seite. Wer mehr über den Mittweidaer Verein wissen möchte: www.s-44.bplaced.net