Oberbürgermeister äußert sich zur SolarWorld-Insolvenz

Wirtschaft Standort in Freiberg steht vor dem Aus

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Die SolarWorld-Anlagen Am Junger-Löwe-Schacht in Freiberg. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Wie angekündigt reichte am gestrigen Donnerstag die Bonner SolarWorld AG Insolvenzantrag beim zuständigen Amtsgericht ein. Das Unternehmen mit Standorten unter anderem im thüringischen Arnstadt, aber vor allem im sächsischen Freiberg, steht damit vor dem Aus.

OB Sven Krüger: "Die Macht der Politik nicht überschätzen"

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig hatte deshalb gestern alle Termine abgesagt und war zu einem Krisentreffen mit Mittelsachsens Landrat Matthias Damm und Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger in die Universitätsstadt gereist. In einem kurzen Pressegespräch nach dem Treffen konnte der Minister aber noch nichts Genaues verkünden.

Ähnlich äußerte sich dazu heute Oberbürgermeister Sven Krüger. "Man darf bei all dem die Macht der Politik nicht überschätzen", sagte er am Rande eines Besuches beim ebenfalls in der Wafertechnologie tätigen Unternehmen Freiberg Compound Materials, bei dem ihm von Staatssekretär Stefan Brangs ein Förderbescheid des Landes in Höhe von 1,9 Millionen Euro zum Ausbau der Beitbandversorgung überreicht wurde.

Tochterunternehmen vorerst nicht betroffen

"Es war für uns ein herber Schlag, als wir von der Insolvenz erfuhren", beschrieb Krüger seine Gemütslage und die seiner Mitarbeiter. "Doch wir sind immer noch optimistisch, dass es irgendwie weitergeht. Wir aber können nur unterstützen und begleiten. Alles andere obliegt dem Insolvenzverwalter, von dem wir ja noch nicht wissen, wer es sein wird."

Er verwies zudem darauf, dass der gestellte Insolvenzantrag bislang nicht die Tochterunternehmen in Freiberg umfasse, auch wenn man damit rechnen müsse.