Rückkehr nach Mittelsachsen

Pilotprojekt "Nestbau-Zentrale" holt 20 Familien zurück

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Das offizielle Logo der vor einem Jahr gegründeten Initiative "Nestbau-Zentrale" Mittelsachsen. Grafik: Nestbau-Zentrale

Döbeln. Die im Dezember 2015 gestartete Initiative "Nestbau-Zentrale Mittelsachsen" zog ein positives Fazit nach dem ersten Jahr des Pilotprojektes. "Wir konnten mehr als 20 Familien bei ihrer Rückkehr nach Mittelsachsen unterstützen", sagte die Koordinatorin Josefine Tzschoppe. Die Initiative mit Sitz in Döbeln richtet sich als erste Anlaufstelle an interessierte Menschen, die gerne wieder nach Mittelsachsen zurückziehen möchten oder hierbleiben wollen. Im Frühjahr dieses Jahres habe die Netzbau-Zentrale zunächst ein Netzwerk mit zahlreichen Kooperationspartnern, Städten und Gemeinden, aber auch mit Wohnungsgenossenschaften und Arbeitgebern aus der Region aufgebaut, informierte Tzschoppe. "Potentielle Rückkehrer können seit diesem Jahr direkt auf uns zukommen und wir schauen dann mit ihnen gemeinsam nach Lösungen", so Tzschoppe weiter. Egal ob man auf der Suche nach einem Job in der Region sei, Probleme mit der Sanierung seines geerbten Hauses habe oder keine passende Wohnung in Arbeitsnähe finde, die Nestbau-Zentrale versuche Bleibewillige und Rückkehrer zu beraten und zu unterstützen, teilten die Initiatoren mit. Zuletzt versuchte man mit der Veranstaltungsreihe "Ländliches Bauen" auf die zahlreichen Hilfsangebote aufmerksam zu machen. Eine Rückkehrer-Familie konnte bereits in die Region Mittweida, nach Bürgstädt, vermittelt werden. "Im kommenden Jahr planen wir weitere Kampagnen, bei denen wir auch in Mittweida vorbeischauen möchten", ergänzte Tzschoppe. Unterstützt wird die Initiative unter anderem vom Landkreis Mittelsachsen, dem "Klosterbezirk Altzella", dem "Land des Roten Porphyr" und dem LEADER-Gebiet "Sachsenkreuz".