Schlittschuhlaufen auf Kunststoff - geht das?

Freizeit Frankenberger probieren eine neue Kunsteisbahn aus

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In Frankenberg gibt es eine Kunsteisbahn, die ganz aus Kunststoff besteht und am Wochenende erstmals getestet werden konnte. Foto: Ulli Schubert

Frankenberg. Seit dem Wochenende können in Frankenberg wieder Pirouetten gedreht werden. Erstmals wurden auf dem Markt Platten aus einem synthetischen Material verlegt, die speziell für das Eislaufen entwickelt wurden. Die Schlittschuhkufen gleiten darauf nahezu wie auf Kunsteis - ohne Gleitmittel. Zudem ist der Auf- und Abbau mit weniger Aufwand verbunden, denn die 19 Millimeter dicken Matten werden mit einem Klicksystem wie ein Puzzle zusammengesetzt.

Diese sind wetterunabhängig und auch ökologischer, da kein Strom zum Kühlen gebraucht wird. Allerdings sind gut geschliffene Schuhe notwendig. Laut dem Hersteller müssen zudem die Kufen häufiger geschliffen werden und man sei etwas langsamer auf den Kunsteisplatten unterwegs, heißt es zu dem Experiment aus der Stadtverwaltung.

Eine Frankenbergerin meinte, dass der erforderliche Kraftaufwand deutlich höher sei als auf Eis und man hin und wieder die Absätze zwischen den einzelnen Platten spüre. "Auch ist man langsamer. Es ist kein Vergleich zu richtigem Eis", so ihr Urteil. "Aber den Kindern macht es Spaß. Und das ist die Hauptsache." Und ein durchaus kräftig anzuschauender junger Mann stöhnte: "Da kriegst Du Krämpfe in den Waden."

Noch bis zum 26. Februar kann die 300 Quadratmeter große Kunsteislauffläche von den Schlittschuhfans getestet werden. Geöffnet ist die Bahn, die von fleißigen Helfern des TSV Dittersbach betreut wird, sonntags bis donnerstags von 10 bis 19 Uhr, freitags und samstags bis 21 Uhr.