Schüler und Unternehmen forschen gemeinsam

Projekt Freiberg sucht das Silber der Zukunft

Alle Teilnehmer freuen sich auf die Ergebnisse des Projektes "Silber der Zukunft". Foto: Wieland Josch

Freiberg. Guten Mutes sind nicht nur die Schüler und Lehrer des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Freiberg, die hier gemeinsam mit Stefan Schneidewind, Geschäftsführer der Freiberer Compound Materials (3.v.l.) und Oberbürgermeister Sven Krüger (r.) ihre ersten Schritte im Rahmen des Schulprojektes "Silber der Zukunft" tun.

Hintergrund für diese Aktion ist das Jubiläum zu 60 Jahren Halbleitertechnik in Freiberg. Zu ihnen gesellen sich noch die Oberschulen "Gottfried Pabst von Ohain" und "Clemens Winkler" sowie die Unternehmen Siltronic und SolarWorld. Alle genannten Firmen gingen nach der Wende aus dem ehemaligen VEB Spurenmetalle hervor, mit dessen Gründung 1957 jenes Kapitel Freiberger Geschichte aufgeschlagen wurde.

So kam es zum neuen Schulprojekt

Mit der Gründung des "VEB Spurenmetalle" am 1. April 1957 begann Freibergs Geschichte als Standort der Halbleiterelektronik. Aus Anlass dieses 60-jährigen Jubiläums fiel beim Neujahrsempfang des Oberbürgermeisters Anfang Januar der Startschuss für ein Schulprojekt unter dem Titel "Silber der Zukunft", hinter dem sich das Silizium verbirgt.

Damals wurden die Schulen der Stadt aufgerufen, sich zu bewerben. Drei von ihnen würden jeweils gemeinsam mit einem der aus dem ehemaligen Volkseigenen Betrieb hervorgegangenen Unternehmen die Geschichte erforschen, die Gegenwart kennenlernen und in die Zukunft schauen.

Schirmherr des Projektes ist Freibergs Ehrenbürger Professor Peter Woditsch, ein Pionier der europäischen Photovoltaik.

Startschuss zum gemeinsamen Erforschen

In der vergangenen Woche trafen die ausgewählten Schulen erstmals mit den ihnen zugeteilten Firmen und deren Vertretern zusammen. Die Oberschule "Gottfried Pabst von Ohain" wird von der Siltronic betreut, die Oberschule "Clemens Winkler" von der SolarWorld und das Geschwister-Scholl-Gymnasium von der Freiberger Compound Materials.

Über die Inhalte der jeweiligen Projekte ist bislang wenig zu erfahren. "Vielleicht ist ein kleiner Hinweis, dass ich als Musiklehrerin mit dabei bin", gewährte zumindest Projektleiterin Kathrin Philipp von der Ohain-Oberschule einen Einblick in die Idee. Ansonsten wollte man sich schon jetzt weniger in die Karten schauen lassen. Immerhin geht es um ein Preisgeld von 10.000 Euro.

Davon abgezogen werden allerdings 2.550 Euro, da jede Schule vorab eine "Anschubfinanzierung" von 850 Euro aus dem Topf, in den die Unternehmen und der Schirmherr eingezahlt haben, erhält, um das jeweilige Projekt besser in Bewegung bringen zu können.

"Bis zu den Weihnachtsferien sollen die Projekte so weit gediehen sein, dass sie vorgestellt werden können", so Sven Krüger. "Beim nächsten Neujahrsempfang werden dann die Sieger vorgestellt."