SolarWorld: Weiterbetrieb kostet Arbeitsplätze

SolarWorld Gläubigerversammlung stimmt dem Vertrag zu

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Für SolarWorld gibt es offensichtlich eine Perspektive. Foto: Wieland Josch

Freiberg/Bonn. Die Nebel der Ungewissheiten bezüglich der Insolvenz des Photovoltaikunternehmens SolarWorld beginnen sich zu lichten. Frank Asbeck, früherer Chef des Unternehmens, hat gemeinsam mit ausländischen Investoren die Firma SolarWorld Industries gegründet und ein Kaufangebot für die Firma unterbreitet. Der vorläufige Insolvenzverwalter Horst Piepenburg führte darüber entsprechende Verhandlungen.

Mitarbeiter sollen in neue Jobs vermittelt werden

Deren Ergebnis sieht nun vor, dass von den rund 1.700 Stellen an den Standorten Freiberg und Arnstadt insgesamt 475 erhalten bleiben. Die anderen Mitarbeiter gehen in eine Transfer- und Qualifizierungsgesellschaft über, aus der sie schneller in neue Jobs vermittelt werden können. Eine letzte wichtige Hürde für dieses Modell, welches immerhin den Weiterbetrieb ermöglicht, wurde am vergangenen Freitag genommen. In Bonn stimmte die Gläubigerversammlung dem Abschluss eines Kauf- und Überleitungsvertrages zu.

Am selben Tag wurde zudem die Transaktion vom Bundeskartellamt freigegeben. Im Laufe dieser Woche soll die Transaktion vollzogen sein. Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger bedauerte in einer Stellungnahme, dass der Preis für die Rettung des Unternehmens mit dem Verlust so vieler Arbeitsplätze sehr hoch ausgefallen ist.